Kandidaten der rechtsextremen AfD fallen im Jugendhilfeausschuss erneut durch
Laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) sind die von der AfD nominierten Kandidaten Nancy Mergenthaler und Joachim Nothdurft für den Jugendhilfeausschuss (JHA) der Doppelstadt erneut durchgefallen. Und dies, obwohl die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei vorher die umstrittene JHA-Personalie Rene Diedering zurückgezogen hatte. Diedering, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion in Dessau-Roßlau, war nachweislich in der militanten Neonaziszene aktiv (mehr dazu hier…), musste wegen des Vorwurfs einer zeitgleichen Mitgliedschaft in der NPD (mehr dazu hier…) aus der AfD austreten (mehr dazu hier…) und nahm im Februar 2025 in Dresden an einem Neonaziaufmarsch teil (mehr hier…). Seine Wahl in den JHA scheiterte zuletzt im August 2025 (mehr dazu hier…). Zuvor misslang im Oktober 2024 (mehr dazu hier…) schon der Versuch der rechtsextremen Partei, den JHA-Vorsitz zu erlangen.
Während Nancy Mergenthaler kein AfD-Mitglied ist und nicht einmal im Stadtrat sitzt, hat der für den JHA vorgeschlagene AfD-Kommunalpolitiker und Stadtrat Joachim Nothdurft eine einschlägige rechtsextreme Vita aufzuweisen (mehr dazu hier…).
Wie die MZ erläutert, ist der AfD-Sitz im JHA seit Monaten vakant. Vor allem deshalb, weil anders als in anderen Ausschüssen (hier gilt der Proporz nach Wahlergebnis) die Fraktionen nur ein Vorschlagsrecht haben, die Gremienmitglieder aber diesen Vorschlag mit einfacher Mehrheit wählen müssen.

Foto: Rene Diedering (mit schwarzer Kapuze und grauem Tuch) am 15. Februar 2025 in Dresden
Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 13. Dezember 2025; eigener Bericht


