Strategien für die demokratische Zivilgesellschaft angesichts einer rechtsextremen Landesregierung
Miteinander e.V., die Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt und das Landesnetzwerk Migrantenorganisationen in Sachsen-Anhalt haben gemeinsam in Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen Empfehlungen zu den Herausforderungen für die Auseinandersetzung mit einer rechtsextremen Landesregierung erarbeitet und am 16.09.2026 herausgegeben. Das Papier bündelt Strategievorschläge dafür, wie demokratische Akteur*innen auch nach einem politischen Machtwechsel handlungsfähig bleiben, Schutz organisieren und gesellschaftliche Räume für Demokratie offenhalten können.
Historischer Dammbruch in Sachsen-Anhalt: Rechtsextreme AfD schrammt knapp an der absoluten Mehrheit vorbei – Regierungsoption dennoch möglich
Laut vorläufigem, amtlichem Ergebnis hat die vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD zur Landtagswahl am 06. September 2026 43,8 % der Zweitstimmen geholt – und hat damit zumindest rechnerisch eine Regierungsoption. Alles hängt nun vom BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) ab, das 5,3 % erzielte und zum Königsmacher der rechtsextremen Partei werden könnte.
Leitfaden für den Umgang mit Rechtsextremismus in der Kinder- und Jugendhilfe
Miteinander e.V. und die Kompetenzstelle Eltern und Rechtsextremismus (KER) haben einen Leitfaden für den Umgang mit rechtsextremen Vorfällen erarbeitet und am 18.08.2026 veröffentlicht.
Opferberatungsstellen veröffentlichen Jahresbilanz 2025 – Rechte, rassistische und antisemitische Gewalt in Deutschland
Der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) ist der bundesweite Zusammenschluss unabhängiger Opferberatungsstellen. Am 21.07.2026 haben sie nun den Jahresbericht für 2025 veröffentlicht. Die Beratungsstellen des Verbands der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) haben im Jahr 2025 bundesweit 3.167 rechts, rassistisch und antisemitisch motivierte Angriffe dokumentiert. Damit bleibt die Zahl der Gewalttaten auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Insgesamt waren 4.298 Menschen betroffen. Der VBRG warnt vor einer fortschreitenden Normalisierung rechter Gewalt und fordert entschlossene politische Maßnahmen zum Schutz Betroffener. Im Durchschnitt wurden 2025 täglich zwölf Menschen Opfer rechter, rassistischer oder…
RIAS Sachsen-Anhalt veröffentlicht Jahresbericht 2025
Die Anzahl antisemitischer Vorfälle in Sachsen-Anhalt ist 2025 erneut angestiegen: In ihrem Jahresbericht verzeichnet die Meldestelle RIAS Sachsen-Anhalt 270 Vorfälle – ein gutes Drittel mehr als im Vorjahr. Damit verstetigt sich der Anstieg seit dem 7. Oktober 2023. Die Ergebnisse der zivilgesellschaftlichen Dokumentation des Antisemitismus im Bundesland wurden am 04.06.2026 vorgestellt. Die Gesamtzahl von 270 Vorfällen umfasst einen Fall extremer Gewalt mit schwerer Körperverletzung, zwei weitere physische Angriffe, 19 gezielte Sachbeschädigungen, vier Bedrohungen, 239 Fälle verletzenden Verhaltens und fünf Massenzuschriften....
Analyse: Rechtsextremes Regieren
Was passiert, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt die Regierung übernimmt? Die Amadeu Antonio Stiftung hat nun eine Szenarioanalyse veröffentlicht, welche sich mit den möglichen Folgen einer AfD-geführten Landesregierung beschäftigt. Hierbei wird konkret aufgezeigt welche Konsequenzen mit einer rechtsextremen Regierung einher gehen würden. „Die Stiftung warnt in ihrer Analyse vor einem massiven Anstieg rechter Gewalt infolge des Abbaus rechtsstaatlicher Standards: In Regionen mit angeblich „hoher Kriminalität“ sollen „freiwillige Bürgerwehren“ als „Hilfspolizei“ legalisiert werden. Außerdem plant die AfD das Waffenrecht so zu...
Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt bilanziert Gesamtjahr 2025
Die vom Mobilen Beratungsteam (Projekt GegenPart) in einer Chronik festgehaltenen rechtsextremen Vorfälle im Jahr 2025 sind erneut gestiegen. Hierbei handelt es sich ein weiteres Mal um ein absolutes Allzeithoch seit Bestehen der Chronik. Für 2025 wurden 1091 rechte Ereignisse dokumentiert. Die 85 Beratungsfälle im Jahr 2025 zeigen einen leichten Rückgang von 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr, befinden sich aber wie in den vorherigen Jahren weiter auf einem hohen Niveau..
Bericht der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus / MIA: Antiziganismus im Bildungsbereich am Beispiel Schulen und Kitas.
Antiziganismus ist tief in der deutschen Gesellschaft verwurzelt. Repräsentative Erhebungen bestätigen diese Verwurzelung. Dieser tiefgehende Rassismus gegen Romn:ja und Sinti:zze und weiteren Betroffenengruppen manifestiert sich aber nicht nur in Köpfen der Menschen, er zeigt sich vor allem auch in Handlungen die von institutioneller Diskriminierung bis hin zu körperlichen Übergriffen gegen Romn:ja und Sinti:zze und weiteren Betroffenengruppen gehen können. Gerade im Bildungsbereich ist der Rassismus eklatant und tritt auch oft offen zu Tage. Die vorliegende Studie hat das anhand von Schulen...
Handreichung: Haltung zeigen – Extrem rechte Angriffe auf die Club- und Festivalkultur abwehren
Musikclubs und Festivals sind weit mehr als Orte der Unterhaltung: Sie sind zentrale Räume für Begegnung, kulturellen Austausch und demokratische Teilhabe. Doch genau diese Räume geraten zunehmend unter Druck: Rechtsextreme Akteur*innen versuchen verstärkt, kulturelle Veranstaltungen zu instrumentalisieren, zu stören und zu beeinflussen. Die Handreichung des Bundesverband Mobile Beratung und LIVEKOMM reagiert auf diese Entwicklungen, bündelt erstmals praxisnahes Wissen für die Live-Branche und bietet konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang mit rechtsextremen, diskriminierenden und demokratiefeindlichen Entwicklungen im Kulturbereich. Sie beleuchtet aktuelle Strategien der...
Neonazistische Raumnahme in Kulturinstitutionen
Der Stützpunkt Anhalt der neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ hat laut Selbstbesichtigung im Internet einen so genannten „Nationalrevolutionären Kulturtag“ im UNESCO-Weltkulturerbe Gartenreich Dessau-Wörlitz durchgeführt.