Chronik

Antwort der Landesregierung auf kleine Anfrage zur extrem rechten Szene im Landkreis

Magdeburg/Landkreis Anhalt-Bitterfeld

In einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der fraktionslosen Abgeordneten Henriette Quade weist die Landesregierung insgesamt 130 Personen aus, die in der extrem rechten Szene des Landkreises Anhalt-Bitterfeld aktiv sind . Diese seien zum einen in der neonazistischen Kleinstparteien „Der III. Weg“ (mehr dazu hier…und hier…) aktiv und versuchen mit aktionsorientierten Angeboten wie Nachwanderungen (mehr dazu hier…) und Kampsporttrainings (mehr dazu hier…) vor allem Jugendliche für ihre Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ (kurz: NRJ) zu gewinnen. Hinzu kommen Parteimitglieder der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD, die vorwiegend im AfD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld assoziiert sind. Explizit können hier aus der Sicht des Projekts GegenPart vor allem  der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Roi (mehr dazu hier…und hier…und hier…) und der AfD-Bundestagsabgeordnete Kay-Uwe Ziegler (mehr dazu hier…und hier…und hier…) benannt werden. Zudem kam es im Juni 2025 am Rande eines Christopher Street Days (CSD) in Köthen erneut zu rechtextremen Provokationen (mehr dazu hier…und hier…). Außerdem wird auf Aktivitäten eines Chapters des rechtsextremen Motorradclubs „Freeway Riders Mittel/Elbe“ abgestellt (hier…). Darüber hinaus sei die nicht parteigebundene rechtsextreme Szene subkulturell und gewaltorientiert ausgerichtet (mehr dazu hier…). Überdies ist zu erfahren, dass der Landesregierung im Landkreis Anhalt-Bitterfeld zehn Rechtsextremisten im Landkreis bekannt seien, die Waffen besitzen und über eine entsprechende Erlaubnis verfügten (mehr dazu hier…).  

Foto: privat am 07. September 2025 in Aken (Elbe)
Quellen: Antwort der Landesregierung (Drucksache 8/6281) vom 27. November 2025 auf Kleine Anfrage (KA 8/3356); eigener Bericht