Chronik

Neonazistische Infoveranstaltung

Region Anhalt

Laut Selbstbezichtigung hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ (mehr dazu hier…) in der Region eine Infoveranstaltung zum so genannten „Holodomor-Gedenken“ (mehr dazu hier…) durchgeführt. Der Begriff Holodomor steht für den Teil der Hungersnot in der Sowjetunion in den 1930er Jahren in der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik. In dieser Unionsrepublik fielen dem Hunger schätzungsweise drei bis sieben Millionen Menschen zum Opfer. Die Ukraine bemüht sich seit ihrer Unabhängigkeit im Jahr 1991 um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord. Diese Bewertung ist international umstritten.
In dem Gedenken der Kleinstpartei zeigt sich zudem eine Spaltung in der rechtsextremen und neonazistischen Szene. Während sich beispielsweise die in Sachsen-Anhalt „als gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD oder verschwörungsideologischen Gruppierungen aus dem Querdenkermilieu im Kontext des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine zumeist prorussisch äußern (mehr dazu hier… und hier…), unterstützt „Der III. Weg“ eher die Position der Ukraine. Das hängt auch damit zusammen, dass die Kleinstpartei schon vor dem Angriffskrieg enge Kontakte zu neonazistischen Gruppierungen in der Ukraine knüpfte (mehr dazu hier…) und dies auch aktuell zelebriert (mehr dazu hier…und hier…).    

Foto: Pressefuchs Brandenburg am 31. August 2024 in Zeitz
Quelle: eigener Bericht