• Verschwörungsideologischer Aufkleber im öffentlichen Raum

    An einem Laternenmast auf dem Akener Bismarckplatz wird ein Stick mit der Aufschrift „Stop Dem Bespitzeln“ festgestellt. Die darauf ausgewiesene Homepage verweist auf die verschwörungsideologische und esoterische Gruppierung „Himmelsengel“. Dort finden sich in mehreren Sprachen krudeste Verschwörungserzählungen, u. a. von den „Echsenmenschen“. Zudem wird von einem „Großen Plan alle Menschen zu chippen“ fantasiert.

  • Rassistische Parole und rechtsextreme Zahlencodes im öffentlichen Raum

    Auf einer Parkbank in der Nähe eines Spielplatzes auf dem Bismarckplatz wird das offenbar mit einem blauen Permanentmarker aufgetragene, rassistische N-Wort festgestellt. Gleich daneben finden sich indes die rechtsextremen Zahlencodes „14“ und „88“. In der Kleinstadt an der Elbe kommt es immer wieder zu ähnlich gelagerten Delikten (mehr dazu hier… und hier… und hier… und hier…). 

  • Regionaler Neonaziaktivist gibt Konzert

    Nach GegenPart-Informationen ist der Neonazi-Aktivist Robert Z. aus Dessau mit seiner Band „Eisernes Gebet“ in der gastronomischen Einrichtung „Goldener Löwe“ in Kloster Veßra (Thüringen) aufgetreten. Der „Goldene Löwe“ wird seit Jahren von dem bundesweit bekannten Neonazi Tommy Frenck betrieben. Seitdem hat sich der kleine Ort zur Pilgerstätte von Rechtsextremisten aller Couleur entwickelt. Robert Z. hatte zuletzt im Oktober 2024 ein Album auf dem Rechtsrock-Label „Front Records“ veröffentlicht.

  • Vizefraktionsvorsitzender der rechtsextremen AfD betreibt Podcast und Versand für revanchistischer Literatur

    Wie dem Projekt GegenPart erst jetzt bekannt wurde, betreibt Rene Diedering, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion in Dessau-Roßlau mit Neonazivergangenheit seit einiger Zeit unter dem Label „Grauer Landsmann“ einen Podcast mit angeschlossenem Literaturvertrieb im Internet. Dort sind als Downloads revanchistische Titel wie „Angriff auf Polen 1939 – Staub der Weichsel“, „Fernziel Schwarzes Meer“ oder „Stalingrad Massengrab“ zu beziehen. Die belletristischen Bücher glorifizieren dabei unreflektiert die verbrecherische, deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg und sind im Stile der mittlerweile eingestellten „Landser-Hefte“ verfasst.

  • Neonazistische Flyeraktion

    Nach eigenen Angaben hat der „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ Flyer verteilt, die für die Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ (kurz: NRJ) Werbung machen sollen. Mit solchen Aktionen versucht die Partei mit mäßigem Erfolg, vor allem junge Menschen an sich zu binden.

  • „Bürgerdialog“ der rechtsextremen AfD & Gegenprotest

    Auf den Schildern und Fahnen stehen Botschaften wie „AfD Verbot jetzt!“, „Vorsicht nicht falsch abbiegen: Hass, Hetze und VetternwirtschAfD“ oder „Omas gegen Rechts“, und bunte Luftballons. Mit viel Liebe zum Detail gestaltete Leuchtbuchstaben die das Wort „ZUSAMMENHALT“ ergeben, künden von der Intention des Protestes. Dem Aufruf „Haltung zeigen!“ des Bündnisses Offenes Köthen sind trotz einer nur internen Mobilisierung 100 Menschen ganz unterschiedlicher Couleur auf dem Schlosshof Köthen gefolgt: Jung und Alt, welche aus demokratischen Parteien und Kirchengemeinden, Kulturtreibende und Lehrer:innen oder solche aus der Hochschule Anhalt – kurz aus der engagierten Bürgergesellschaft der Bachstadt. Daran kann auch eine Art Konkurrenzveranstaltung…

  • AfD-Landtagsabgeordnete haben in gemeinsamen Büro 23 Mitarbeiter:innen

    Wie u. a. die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) und die taz berichteten, beschäftigt die AfD-Landtagsabgeordnete Nadine Koppehel in ihrem Büro in Dessau-Roßlau insgesamt 16 Mitarbeiter:innen und damit die meisten in ganz Sachsen-Anhalt. Werden die sieben Mitarbeitenden von Magret Wendt, ebenfalls AfD-Landtagsabgeordnete und Mutter von Koppehel noch mitgerechnet, sind an diesem Bürostandort sogar 23 Personen beschäftigt. Zudem soll laut MZ die AfD-Fraktion im Stadtrat von Dessau-Roßlau die gleichen Räumlichkeiten nutzen, die zudem von Außen nur schwer als AfD-Wahlkreisbüro zu erkennen seien. Sowohl taz als auch die MZ werfen die Frage auf, wie insbesondere Koppehel die Aufgaben dieser Mitarbeitenden überhaupt koordinieren könne und ob…

  • Rechtsextreme AfD entwickelt „Leitfaden“ zur Diskreditierung von Partnerschaften für Demokratie

    Offenbar ermutigt durch die erfolgreiche Diskreditierung der Partnerschaft für Demokratie (PfD) in Bitterfeld-Wolfen, haben der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Roi und der AfD-Bundestagsabgeordnete Kay-Uwe Ziegler nun einen „Leitfaden“ entwickelt und in den Kanälen des AfD-Landesverbandes Sachsen-Anhalt verbreitet. Das Papier, das dem Projekt GegenPart vorliegt, ist mit den Worten „Jetzt ist die Gelegenheit, den Sumpf trockenzulegen“ überschrieben. Mit „Sumpf“ ist das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ gemeint, aus dem bundesweit über 300 Partnerschaften für Demokratie gefördert werden. Die AfD polemisiert schon seit längerem gegen das Bundesprogramm und wirft diesem unbewiesen vor, angeblich nur „linksgrüne“ Projekte zu fördern oder solche, die sich explizit gegen die AfD…

  • Nach Diskreditierung durch die rechtsextreme AfD zieht sich Trägerverein von der Koordinierung der Partnerschaft für Demokratie zurück

    Wie u. a. die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) und die taz berichteten, hat sich der Jugendclub 83 e. V. von der Trägerschaft der Externen Koordinierungs- und Fachstelle (ExKuF) der Partnerschaft für Demokratie (PfD) Bitterfeld-Wolfen zurückgezogen. Dieser Entscheidung war eine Diskreditierungskampagne der rechtsextremen AfD vorausgegangen. Diese hatte zusammen mit der rechtsoffenen Gruppierung „Pro Bitterfeld-Wolfen“ im Dezember 2025 im Stadtrat der Doppelstadt gegen die PfD zunächst einen Sperrvermerk im Haushalt durchgesetzt und schließlich im Januar 2026 mit einem Änderungsantrag die Rahmenbedingungen für die Partnerschaft strukturell so verschlechtert, dass sich der Jugendclub 83 nun jetzt zu diesem Schritt genötigt sah. Mit dem mehrheitlich angenommen…

  • Rechtsextreme AfD muss sich bei „Bürgerdialog“ kritischen Fragen stellen

    Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, muss sich die AfD bei einem sogenannten „Bürgerdialog“ in Elster teils auch kritischen Nachfragen stellen. Dies kommt nicht oft vor, dienen solche AfD-Inszenierungen im Zuge der bevorstehenden Landtagswahl doch in der Regel dazu, die eigene Echokammer zu bedienen und einen kritischen Dialog nicht zu zulassen. Bei der vom Wittenberger AfD-Bundestagsabgeordneten Volker Scheurell organisierten Veranstaltung ist das diesmal offenbar anders: auf dem Podium sitzen neben Scheurell die AfD-Bundestagsabgeordneten Arne Raue aus Brandenburg, dessen Immunität der Bundestag aufgrund eines Ermittlungsverfahrens erst im November 2025 aufgehoben hatte und sein AfD-Fraktionskollege im Bundestag, René Bochmann aus Nordsachsen. Gleich…