AfD-Landtagsabgeordnete haben in gemeinsamen Büro 23 Mitarbeiter:innen
Wie u. a. die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) und die taz berichteten, beschäftigt die AfD-Landtagsabgeordnete Nadine Koppehel (mehr dazu hier…und hier…) in ihrem Büro in Dessau-Roßlau insgesamt 16 Mitarbeiter:innen und damit die meisten in ganz Sachsen-Anhalt. Werden die sieben Mitarbeitenden von Magret Wendt, ebenfalls AfD-Landtagsabgeordnete und Mutter von Koppehel noch mitgerechnet, sind an diesem Bürostandort sogar 23 Personen beschäftigt. Zudem soll laut MZ die AfD-Fraktion im Stadtrat von Dessau-Roßlau die gleichen Räumlichkeiten nutzen, die zudem von Außen nur schwer als AfD-Wahlkreisbüro zu erkennen seien. Sowohl taz als auch die MZ werfen die Frage auf, wie insbesondere Koppehel die Aufgaben dieser Mitarbeitenden überhaupt koordinieren könne und ob überhaupt alle von diesen auch Parlamentsarbeit machen würden. Allen Landtagsabgeordnete stehen pauschal ca. 5.900 Euro im Monat plus Sachkosten zur Verfügung. Ein Nachbar sagt der MZ, dass im AfD-Büro meistens „Tote Hose“ sei und er selbst Koppehel nur selten sehe. Da weder Koppehel noch Wendt auf Anfragen der Lokalzeitung reagiert hätten ließe sich nicht sagen, ob sich unter den Mitarbeitenden auch Familienangehörige oder Verwandte von anderen AfD-Mandatsträger:innen befänden.
Nicht nur der Landesverband Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt sieht sich derzeit in der so genannten Verwandtenaffäre mit Vorwürfen der Vetternwirtschaft und Überkreuz-Anstellungen konfrontiert (mehr dazu hier…).
Der AfD- Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuft.

Foto: Projekt GegenPart am 03. November 2025
Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 24. Februar 2026; taz – Die Tageszeitung vom 20. Februar 2026; eigener Bericht

