Chronik

Neonazistisches Gedenken zum Volkstrauertag

Region Anhalt

Laut Selbstbezichtigung hat die neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ an mehreren Orten in der Region Anhalt ein so genanntes „Heldengedenken“ durchgeführt. Auf den Fotos zum Post sind u. a. Kriegerdenkmäler auf Friedhöfen in Köthen und Dessau zu sehen, in dem die Kleinstpartei Kränze ablegte und Grabkerzen mit ihrem Logo abstellte. Neben einer mystischen Verklärung des Soldatentums geht es dem „III. Weg“ mit solchen Inszenierungen vor allem darum, ausschließlich deutschen Wehrmachtssoldaten aus dem 2. Weltkrieg zu gedenken und damit in geschichtsrevisionistischer Manier die NS-Verbrechen zu dethematisieren. Das zeigt sich auch augenscheinlich in folgendem Textauszug: „Gleichzeitig wurde der ewige Eid mit unserem Volk erneuert, denn ihr Kampf ist der unserer Nachfahren. Es gilt nicht zu klagen, zu jammern oder aufzugeben. Wir haben nicht zu verlieren außer die Ketten der Unterdrückung, widerliche Dekadenz und gravierende Feigheit.“
Neonazis aller Couleur treten in der Region immer wieder mit solchen Aktionen in Erscheinung (mehr dazu hier…und hier… und hier…).         

Foto: Privat am 24. Dezember 2024 in Aken (Elbe)
Quelle: eigener Bericht