Chronik

Neonazistischer Jugendabend

Region Anhalt

Laut Selbstbezichtigung auf Social Media hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ (mehr dazu hier…) und deren Jugendorganisation NRJ (Nationalrevolutionäre Jugend) einen so genannten „Jugendabend“ durchgeführt. Was zunächst harmlos klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein Kampfsporttraining im Sinne einer neonazistischen Selbstoptimierung (mehr dazu hier…). Auf einem Foto zum Post sind dann auch ca. 25 junge Männer zu sehen, deren Gesichter verpixelt sind und die martialisch vor der Kamera posieren. Besonders brisant, an der Aktion sollen demnach auch Mitglieder der neonazistischen Bürgerwehr „Centuria“ (mehr dazu hier…) aus der Ukraine teilgenommen haben. „Centuria“ verfügt offenbar über militärische Kampferfahrung und soll inzwischen in Deutschland einen Ableger gegründet haben. Hier tritt auch eine Konfliktlinie innerhalb der extrem rechten Szene zu Tage: Während weite Teile von „Die Heimat“ (ehemals NPD) und AfD eher pro-russisch orientiert sind, verfügte „Der III. Weg“ auch schon vor Beginn des russischen Angriffskrieges über gute Kontakte zur rechtsextremen Szene in der Ukraine und positioniert sich auch in Bezug auf den Krieg dementsprechend.
Aktivitäten wie Jugendabende sollen die Binnenidentität der Szene stärken und zugleich Werbung für die „Nationalrevolutionäre Jugend“ (NRJ), die Jugendorganisation der Kleinstpartei (mehr dazu hier…), machen. Solche Angebote mit Eventcharakter bietet „Der III. Weg“ in der Region immer wieder an (mehr dazu hier…und hier…und hier…und hier…).   

Foto: privat
Quelle: eigener Bericht