Kommunalpolitiker der rechtsextremen AfD legt Mandate nieder
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, legt der AfD-Politiker Steffen Kühn seine Mandate im Stadtrat von Gräfenhainichen und im Kreistag nieder. Laut Lokalzeitung würden die Rücktritte nicht im Zusammenhang mit einer Fotoaffäre aus dem Februar 2025 stehen (mehr dazu hier…). Damals tauchte im Netz ein Foto auf, dass Kühn zusammen mit einer Herrenrunde von acht jungen Männern zeigte. An der Wand hing dabei gut sichtbar eine Reichsfahne (mehr dazu hier…) nebst Reichsadler und eisernem Kreuz, im Hintergrund waren zudem ein Stahlhelm, eine Gasmaske und eine Machete zu sehen. Und der Mann ganz links, der nur zwei Plätze neben Steffen Kühn saß, zeigte augenscheinlich den verbotenen Hitlergruß. Ein anderer trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „FCK GRN“ (mehr dazu hier…), ein weiterer deutete mit seiner linken Hand die so genannte „White Power“-Geste (mehr dazu hier…) an.
Kühn gab gegenüber der MZ an, dass er seine Mandate aus gesundheitlichen Gründen zurückgebe. Während im Kreistag für ihn der AfD-Mann Dennis Schnabel nachrückt, bliebe Kühns Sitz im Stadtrat laut des Bürgermeisters der Heidestadt, Enrico Schilling (CDU), nun frei.
Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuft.
Quelle: Mitteldeutsche Zeitung vom 13. November 2025


