Diskreditierungskampagne gegen die Partnerschaft für Demokratie in Bitterfeld-Wolfen geht weiter – Verdacht der Vetternwirtschaft
In der Causa um die erfolgreiche Diskreditierungskampagne gegen die Partnerschaft für Demokratie in Bitterfeld-Wolfen von der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften AfD und der rechtsoffenen Gruppierung „Pro Bitterfeld-Wolfen“ wird die nächste Eskalationsstufe gezündet (mehr dazu hier…und hier…und hier…und hier…). So hat der Stadtrat in Bitterfeld-Wolfen am 01. April 2026 mehrheitlich (ja:22; nein: 13; Enthaltung:1) beschlossen, die Trägerschaft der neu zu besetzenden Externen Koordinierungs- und Fachstelle (ExKuF) zukünftig dem Verein „Stadtring 4.0“ zu übertragen. Ein ebenfalls vorliegender Antrag auf ExKuF-Trägerschaft des AWO-Kreisverbandes fand dagegen keine Mehrheit. Oberbürgermeister Armin Schenk (CDU) enthielt sich der Stimme. Das Unglaubliche: Vorsitzender von „Stadtring 4.0“ ist Andre Krillwitz, der zugleich Fraktionsvorsitzender von „Pro Bitterfeld-Wolfen“ ist und damit maßgeblich den Rückzug des ehemaligen ExKuF-Trägers (Jugendclub 83 e. V.) mit vorantrieb. Der neue CDU-Fraktionschef Uwe Kröber wird in der der Mitteldeutschen Zeitung zitiert das es „schräg“ sei, dass nun ein Verein, dessen Vorsitzender mit seiner Fraktion das „Demokratie leben!“-Projekt torpediert habe, jetzt den Zuschlag bekomme. Zudem machte er publik, dass alle Ortsbürgermeister, die als Stadträte mit abstimmen, Mitglied im Stadtring 4.0 sind – also auch die AfD-Ortsbürgermeister. Dass sie nun zudem alle im als Kontrollorgan agierenden Begleitausschuss sitzen, erinnere Kröber laut MZ an „Vetternwirtschaft“. In der Debatte warf der AfD-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Daniel Roi dem Mitbewerber AWO zudem, so die MZ weiter, „Demokratiedefizite bei der Führung“ vor

Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 04. April 2026; eigener Bericht


