Chronik 2026
Demonstration der rechtsextremen AfD & Gegenprotest
Bitterfeld-Wolfen (OT Bitterfeld)02. März 2026
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, haben an einer AfD-Demonstrationen unter dem Motto „Demokratie retten!“ des als völkisch-nationalistische geltende AfD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld um dessen Führungspersönlichkeit Daniel Roi insgesamt 270 Menschen teilgenommen. Die Lokalzeitung interpretiert demnach das Demomotto als erneute Diskreditierung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ (DL). War es doch der AfD in Bitterfeld-Wolfen im Stadtrat erfolgreich gelungen, die hiesige Partnerschaft für Demokratie (PfD) im Rahmen von DL faktisch zum Erliegen zu bringen. Dafür spricht auch der Umstand, dass die MZ den Bitterfelder AfD-Bundestagsabgeordneten Kay-Uwe Ziegler auf der Kundgebung mit folgenden Worten zitiert: „Die Mittel des Programms werden bislang nur an die rot-grüne Truppe dort drüben verteilt.“ Mit „dort drüben“ ist indes das zivilgesellschaftliche Netzwerk „Zukunft. Miteinander gestalten!“ gemeint, dass bereits das sechste Mal in Folge gegen die AfD-Inszenierung den breitgetragenen, demokratischen Protest auf die Straße brachte, Deutschland- und CDU-Fahnen inklusive. Das Netzwerk hat sich in der Vergangenheit schützend vor die PfD gestellt. Laut MZ warnte Christiane Diehl, Vorsitzende der Frauen-Union in Sachsen-Anhalt, auf der Netzwerkkundgebung vor dem Vormarsch „völkischer Ideen“ in der Familienpolitik.Der hiesige Verfassungsschutz stuft den AfD-Landesverband als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ ein.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)02. März 2026
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft.

AfD-Landtagsabgeordneter hält trotz Ausschluss aus der Fraktion an Kandidatur für Landtagswahl fest
Jessen (Wahlkreis 25) / Magdeburg02. März 2026
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, will der nun fraktionslose Landtagsabgeordnete Matthias Lieschke aus dem Landkreis Wittenberg an seiner Kandidatur zur Landtagswahl am 06. September 2026 im Wahlkreis 25 (Jessen) festhalten. Und das obwohl er bereits Anfang Januar 2026 wegen „parteischädigenden Verhaltens“ aus der AfD-Landtagsfraktion der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei ausgeschlossen wurde.

Demonstration aus dem Querdenkermilieu
Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)02. März 2026
In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft. Dabei sind prominent Fahnen des Deutschen Reichs und der Russischen Förderation zu sehen.

Nachrichtenportal „t-online“ berichtet prominent über AfD-Verwandtenaffäre
Berlin/Dessau-Roßlau01. März 2026
Das in Berlin ansässige Nachrichtenportal „t-online“ berichtet prominent über die AfD-Verwandtenaffäre. Dabei kommt erneut der Umstand zu Sprache, dass die Dessauer AfD-Landtagsabgeordnete Nadine Koppehel zusammen mit ihrer Mutter Magret Wendt, die auch für die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei im Landtag sitzt, gleich 23 Mitarbeiter:innen in ihrem gemeinsamen Wahlkreisbüro beschäftigen.

Antisemitische Parole im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld01. März 2026
In Aken (Elbe) wurde auf dem Bismarckplatz an einem Stützpfeiler einer blauen Klettergerüstüberdachung den Schriftzug „Juden HFC“ festgestellt, der offenbar mit einem weißen Permanentmarker aufgetragen wurde und eine Breite von ca. 6 cm aufweist. Trotz des offensichtlichen Fußballbezugs ist der antisemitische Gehalt der Parole augenscheinlich. Eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung wurde erstattet, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Rassistische Parole und rechtsextreme Zahlencodes im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld01. März 2026
Auf einer Parkbank in der Nähe eines Spielplatzes auf dem Bismarckplatz wird das offenbar mit einem blauen Permanentmarker aufgetragene, rassistische N-Wort festgestellt. Gleich daneben finden sich indes die rechtsextremen Zahlencodes „14“ und „88“. In der Kleinstadt an der Elbe kommt es immer wieder zu ähnlich gelagerten Delikten.

Verschwörungsideologischer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld01. März 2026
An einem Laternenmast auf dem Akener Bismarckplatz wird ein Stick mit der Aufschrift „Stop Dem Bespitzeln“ festgestellt. Die darauf ausgewiesene Homepage verweist auf die verschwörungsideologische und esoterische Gruppierung „Himmelsengel“. Dort finden sich in mehreren Sprachen krudeste Verschwörungserzählungen, u. a. von den „Echsenmenschen“. Zudem wird von einem „Großen Plan alle Menschen zu chippen“ fantasiert.

Regionaler Neonaziaktivist gibt Konzert
Dessau-Roßlau/Kloster Veßra (Thüringen)01. März 2026
Nach GegenPart-Informationen ist der Neonazi-Aktivist Robert Z. aus Dessau mit seiner Band „Eisernes Gebet“ in der gastronomischen Einrichtung „Goldener Löwe“ in Kloster Veßra (Thüringen) aufgetreten. Der „Goldene Löwe“ wird seit Jahren von dem bundesweit bekannten Neonazi Tommy Frenck betrieben. Seitdem hat sich der kleine Ort zur Pilgerstätte von Rechtsextremisten aller Couleur entwickelt. Robert Z. hatte zuletzt im Oktober 2024 ein Album auf dem Rechtsrock-Label „Front Records“ veröffentlicht.

Vizefraktionsvorsitzender der rechtsextremen AfD betreibt Podcast und Versand für revanchistischer Literatur
Dessau-Roßlau27. Februar 2026
Wie dem Projekt GegenPart erst jetzt bekannt wurde, betreibt Rene Diedering, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion in Dessau-Roßlau mit Neonazivergangenheit seit einiger Zeit unter dem Label „Grauer Landsmann“ einen Podcast mit angeschlossenem Literaturvertrieb im Internet. Dort sind als Downloads revanchistische Titel wie „Angriff auf Polen 1939 – Staub der Weichsel“, „Fernziel Schwarzes Meer“ oder „Stalingrad Massengrab“ zu beziehen. Die belletristischen Bücher glorifizieren dabei unreflektiert die verbrecherische, deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg und sind im Stile der mittlerweile eingestellten „Landser-Hefte“ verfasst.

Neonazistische Flyeraktion
Coswig (Anhalt), Landkreis Wittenberg25. Februar 2026
Nach eigenen Angaben hat der „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ Flyer verteilt, die für die Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ (kurz: NRJ) Werbung machen sollen. Mit solchen Aktionen versucht die Partei mit mäßigem Erfolg, vor allem junge Menschen an sich zu binden.

„Bürgerdialog“ der rechtsextremen AfD & Gegenprotest
Köthen (Anhalt), Landkreis Anhalt-Bitterfeld24. Februar 2026
Auf den Schildern und Fahnen stehen Botschaften wie „AfD Verbot jetzt!“, „Vorsicht nicht falsch abbiegen: Hass, Hetze und VetternwirtschAfD“ oder „Omas gegen Rechts“, und bunte Luftballons. Mit viel Liebe zum Detail gestaltete Leuchtbuchstaben die das Wort „ZUSAMMENHALT“ ergeben, künden von der Intention des Protestes. Dem Aufruf „Haltung zeigen!“ des Bündnisses Offenes Köthen sind trotz einer nur internen Mobilisierung 100 Menschen ganz unterschiedlicher Couleur auf dem Schlosshof Köthen gefolgt: Jung und Alt, welche aus demokratischen Parteien und Kirchengemeinden, Kulturtreibende und Lehrer:innen oder solche aus der Hochschule Anhalt – kurz aus der engagierten Bürgergesellschaft der Bachstadt. Daran kann auch eine Art Konkurrenzveranstaltung vor dem Schloss nichts ändern. Dort sammelt eine dubiose Gruppierung von fünf Leuten im Rahmen einer Kampagne „eine Millionen Unterschriften für den Frieden“, nicht ohne auf verteilten Handzetteln dem Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk (ÖRR) vorzuwerfen, er würde rhetorisch die „Kriegstüchtigkeit“ befeuern. À propos ÖRR, das Medieninteresse: auf der Presseempore im Köthener Veranstaltungszentrum ist groß, viele bundesdeutsche Leitmedien sind da und sogar ein Kamerateam des deutsch-französischen Kultursenders ARTE.

Oberbürgermeister erwirkt einstweilige Verfügung gegen Querdenkeraktivisten wegen KI-Video
Dessau-Roßlau (Landgericht) / Wittenberg24. Februar 2026
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat der Wittenberger Oberbürgermeister Torsten Zugehör (parteilos) vor einer Zivilkammer des Landgerichts Dessau-Roßlau eine einstweilige Verfügung gegen Holger List erwirkt. List ist ein bekannten Querdenkeraktivist aus der Lutherstadt, der die verschwörungsideologische Gruppierung „Reformation 2.0“ mitbegründet hat und inzwischen für die rechtsoffene „Allianz der Bürger“ (AdB) im Stadtrat sitzt. Ihm wurde es unter Androhung von Ordnungsgeld oder ersatzweise Ordnungshaft untersagt, viele Passagen eines KI-generiertes Videos weiter zu verbreiten. Zudem wurde er aufgefordert, aus dem Netz zu nehmen. Der 17 Minuten lange Clip, der laut Lokalzeitung bei Facebook zuletzt 13.000 Aufrufe hatte, unterstellt Zugehör, Teil einer nie aufgeklärten Affäre um die angebliche Verstrickung von bekannten Persönlichkeiten in kriminelle Machenschaften im Leipzig der 1990er und 2000er Jahre zu sein.

Demonstration aus dem rechten Verschwörungsmilieu
Köthen (Anhalt), Landkreis Anhalt-Bitterfeld23. Februar 2026
In Köthen findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Nach Angaben der Organisator:innen haben an der Demo 49 Menschen teilgenommen.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)23. Februar 2026
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft.

Demonstration aus dem Querdenkermilieu
Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)23. Februar 2026
In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft. Dabei sind prominent Fahnen des Deutschen Reichs und der Russischen Förderation zu sehen.

AfD-Landtagsabgeordnete haben in gemeinsamen Büro 23 Mitarbeiter:innen
Dessau-Roßlau20. Februar 2026
Wie u. a. die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) und die taz berichteten, beschäftigt die AfD-Landtagsabgeordnete Nadine Koppehel in ihrem Büro in Dessau-Roßlau insgesamt 16 Mitarbeiter:innen und damit die meisten in ganz Sachsen-Anhalt. Werden die sieben Mitarbeitenden von Magret Wendt, ebenfalls AfD-Landtagsabgeordnete und Mutter von Koppehel noch mitgerechnet, sind an diesem Bürostandort sogar 23 Personen beschäftigt. Zudem soll laut MZ die AfD-Fraktion im Stadtrat von Dessau-Roßlau die gleichen Räumlichkeiten nutzen, die zudem von Außen nur schwer als AfD-Wahlkreisbüro zu erkennen seien. Sowohl taz als auch die MZ werfen die Frage auf, wie insbesondere Koppehel die Aufgaben dieser Mitarbeitenden überhaupt koordinieren könne und ob überhaupt alle von diesen auch Parlamentsarbeit machen würden.

Rechtsextreme AfD entwickelt „Leitfaden“ zur Diskreditierung von Partnerschaften für Demokratie
Bitterfeld-Wolfen20. Februar 2026
Offenbar ermutigt durch die erfolgreiche Diskreditierung der Partnerschaft für Demokratie (PfD) in Bitterfeld-Wolfen, haben der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Roi und der AfD-Bundestagsabgeordnete Kay-Uwe Ziegler nun einen „Leitfaden“ entwickelt und in den Kanälen des AfD-Landesverbandes Sachsen-Anhalt verbreitet. Das Papier, das dem Projekt GegenPart vorliegt, ist mit den Worten „Jetzt ist die Gelegenheit, den Sumpf trockenzulegen“ überschrieben. Mit „Sumpf“ ist das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ gemeint, aus dem bundesweit über 300 Partnerschaften für Demokratie gefördert werden. Die AfD polemisiert schon seit längerem gegen das Bundesprogramm und wirft diesem unbewiesen vor, angeblich nur „linksgrüne“ Projekte zu fördern oder solche, die sich explizit gegen die AfD richten würden. Auch unbewiesene Korruptionsvorwürfe sind ein beliebtes Instrument dieser Diskreditierungsstrategie. Unterstützung erhält die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei dabei von diversen rechtsoffenen Internetportalen und Plattformen.

Nach Diskreditierung durch die rechtsextreme AfD zieht sich Trägerverein von der Koordinierung der Partnerschaft für Demokratie zurück
Bitterfeld-Wolfen20. Februar 2026
Wie u. a. die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) und die taz berichteten, hat sich der Jugendclub 83 e. V. von der Trägerschaft der Externen Koordinierungs- und Fachstelle (ExKuF) der Partnerschaft für Demokratie (PfD) Bitterfeld-Wolfen zurückgezogen. Dieser Entscheidung war eine Diskreditierungskampagne der rechtsextremen AfD vorausgegangen. Diese hatte zusammen mit der rechtsoffenen Gruppierung „Pro Bitterfeld-Wolfen“ im Dezember 2025 im Stadtrat der Doppelstadt gegen die PfD zunächst einen Sperrvermerk im Haushalt durchgesetzt und schließlich im Januar 2026 mit einem Änderungsantrag die Rahmenbedingungen für die Partnerschaft strukturell so verschlechtert, dass sich der Jugendclub 83 nun jetzt zu diesem Schritt genötigt sah. Mit dem mehrheitlich angenommen Änderungsantrag hatte die AfD u. a. durchgesetzt, dass die Personalkosten für die ExKuF mehr als halbiert werden sollen und zukünftig in dem PfD-Gremium, das die Förderempfehlungen für Anträge von engagierten Vereinen der Zivilgesellschaft ausspricht, auch AfD-Ortsbürgermeister vertreten sein sollen.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)16. Februar 2026
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier diskreditiert.

Demonstration aus dem Querdenkermilieu
Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)16. Februar 2026
In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier diskreditiert. Dabei sind prominent Fahnen des Deutschen Reichs und der Russischen Förderation zu sehen.

Rechtsextreme AfD muss sich bei „Bürgerdialog“ kritischen Fragen stellen
Zahna-Elster (OT Elster), Landkreis Wittenberg16. Februar 2026
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, muss sich die AfD bei einem sogenannten „Bürgerdialog“ in Elster teils auch kritischen Nachfragen stellen. Dies kommt nicht oft vor, dienen solche AfD-Inszenierungen im Zuge der bevorstehenden Landtagswahl doch in der Regel dazu, die eigene Echokammer zu bedienen und einen kritischen Dialog nicht zu zulassen. Bei der vom Wittenberger AfD-Bundestagsabgeordneten Volker Scheurell organisierten Veranstaltung ist das diesmal offenbar anders: auf dem Podium sitzen neben Scheurell die AfD-Bundestagsabgeordneten Arne Raue aus Brandenburg, dessen Immunität der Bundestag aufgrund eines Ermittlungsverfahrens erst im November 2025 aufgehoben hatte und sein AfD-Fraktionskollege im Bundestag, René Bochmann aus Nordsachsen. Gleich zu Beginn geht es um die AfD-Verwandtenaffäre, Vetternwirtschaft und Überkreuz-Anstellungen.

Rechtsextreme Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld16. Februar 2026
In Aken werden an der Dessauer Straße zwei rechtsextreme Aufkleber identifiziert. Bei dem Motiv mit der Aufschrift „Make Germany White again“ handelt es sich klar um eine rassistisch konnotierte Parole, die schon mehrmals in der Kleinstadt an der Elbe registriert wurde. Zudem ist die Ikonographie des Aufklebers durch die Farbkombination schwarz/weiß/rot geprägt, die in der Szene ideologisch aufgeladen ist und als Erkennungsmerkmal nach Innen und Außen fungiert. Das Motiv „Tradition statt Immigration“, visualisiert mit einem stilisierten DDR-Simsonmoped, bedient dabei im Kern den Kulturkampf von Rechts, deren deutungsmächtige Vertreterin die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD ist. Das zeigt sich auch deutlich an der Bezugsquelle, dem Onlineversand „Patriotenshop“, wo es neben Motiven rassistischer, homophober und nationalistischer Manier auch zahlreiche AfD-Merchandisingprodukte zu erwerben gibt.

Neonazistische Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld16. Februar 2026
Entlang der Dessauer Straße in Aken werden an sechs Orten Aufkleber der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ festgestellt. Das Motiv „Deutsch bleiben statt Mainstream“ versucht einerseits, alle gesellschaftspolitischen Diskurse aus dem demokratischen Spektrum, ganz gleich ob Debatten um Migration, Klimaschutz, Bildungspolitik oder Erinnerungskultur, zu diskreditieren. Zum anderen deuten die verwendeten Regenbogenfarben im Arrangement auf eine homophobe Motivation hin.

Sprecher der rechtsextremen AfD-Landtagsfraktion soll eigene „Schießsportgemeinschaft“ betreiben
Dessau-Roßlau (OT Roßlau)/Magdeburg15. Februar 2026
Wie die Focus-Journalistin Anje Hildebrandt auf ihrem X-Kanal berichtete, soll der aus Roßlau stammende Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Patrick Harr eine eigene, quasi private, „Schießsportgemeinschaft“ betreiben. Die Journalistin äußert dazu den Verdacht, dass diese „Gemeinschaft“ wohl extra dafür ins Leben gerufen wurde, um sich der staatlichen Waffenkontrolle zu entziehen. Nach ihren Informationen nehmen an der Schießtrainings auch zahlreiche Mitglieder der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt teil. Eine Überprüfung durch das Projekt GegenPart belegt, dass Harr vorsitzender eines Schützenvereins ist.

Neonazis aus der Region bei rechtsextremem Trauermarsch in Dresden
Wittenberg/Köthen (Anhalt) / Dresden14. Februar 2026
Nach GegenPart-Informationen haben an dem jährlich stattfindenden sogenannten „Trauermarsch“ in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im 2. Weltkrieg, mehrere Neonazis aus der Region Anhalt teilgenommen.

AfD-Bürgermeister kritisiert eigene Partei wegen Vetternwirtschaft
Raguhn-Jeßnitz (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)/Magdeburg10. Februar 2026
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat der AfD-Bürgermeister von Raguhn-Jeßnitz Hannes Loth die eigene Partei aufgrund mangelnder Aufarbeitung in der sogenannten Verwandtenaffäre kritisiert. Die Lokalzeitung zitiert Loth mit den Worten: „Ich habe nur eine Frage – Wo ist der Landesvorsitzende?“ Damit spielt der AfD-Rathauschef offensichtlich auf die Sprachlosigkeit von AfD-Landeschef Martin Reichardt in dieser Causa an. So soll Reichardt vor einige Zeit noch die Ehefrau und Tochter des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt beschäftigt haben. An anderer Stelle wird Loth gegenüber der MZ noch deutlicher: „Die Vorgänge sind ein Schlag ins Gesicht für alle Mitglieder, die in den Kommunen an der Basis harte Arbeit für unsere Partei leisten – oftmals im Ehrenamt.“

Demonstration aus dem rechten Verschwörungsmilieu
Köthen (Anhalt), Landkreis Anhalt-Bitterfeld09. Februar 2026
In Köthen findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier diskreditiert. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Nach Angaben der Organisator:innen haben an der Demo 49 Menschen teilgenommen.

Demonstration aus dem Querdenkermilieu
Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld)09. Februar 2026
In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier diskreditiert. Dabei sind prominent Fahnen des Deutschen Reichs und der Russischen Förderation zu sehen.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)09. Februar 2026
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier diskreditiert.

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