• Stadtverwaltung verweigert AfD-Ortsbürgermeister mit Neonazivergangenheit Nutzung von repräsentativem Büro

    Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat die zuständige Stadtverwaltung Laurens Nothdurft, dem Roßlauer AfD-Ortsbürgermeister mit eindeutiger Neonazivergangenheit, bereits seit Sommer 2024 die Nutzung eines repräsentativen Büros im 2. Stock des Roßlauer Rathauses verweigert. Das Büro war vor der Gebietsreform, als Roßlau noch eine eigene Kommune und noch nicht Bestandteil der Doppelstadt war, vom damaligen und hauptamtlichen Roßlauer Bürgermeister Klemens Koschig genutzt worden, der später auch Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau war. Zudem nutzte die Räumlichkeit auch Nothdurfts unmittelbare Vorgängerin im Amt der Ortsbürgermeisterin, mithin Christa Müller (CDU).

  • Rechtsextreme AfD schränkt Handlungsfähigkeit der Partnerschaft für Demokratie massiv ein

    Der Sperrvermerk im Haushalt gegen die „Partnerschaft für Demokratie Bitterfeld-Wolfen“ (PfD) ist zwar aufgehoben aber wiederum setzte sich die AfD mit den Stimmen von „Pro Bitterfeld-Wolfen“ mit einem Änderungsantrag durch, der es in sich hat. Laut Mitteldeutscher Zeitung sollen demnach die Personalkosten für die Externe Koordinierung- und Fachstelle (ExKuF) der PfD im Förderjahr 2026 halbiert werden. Dies macht es dem ExKuf-Träger, dem Jugendclub 83 e. V., nahezu unmöglich, die Arbeit in der gewohnten Qualität und Quantität fortzusetzen.

  • Demonstration aus dem Querdenkermilieu

    In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft.

  • Demonstration aus dem Querdenkerspektrum

    In Wittenberg findet eine verschwörungsideologische Demonstration unter dem Titel „Reformation 2. 0 – Friedensdemo“ statt, an der vor allem Menschen aus dem Reichsbürger- und Verschwörungsmilieu teilnehmen. Bei der Versammlung die auf dem Marktplatz startet sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft.

  • Verschwörungsideologische Kundgebung

    Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.

  • Jugendorganisation „Generation Deutschland“ der rechtsextremen AfD gründet Landesverband in Sachsen-Anhalt

    Die rechtsextreme AfD hat in Burg einen Landesverband der Jugendorganisation „Generation Deutschland“ gegründet. Beim Gründungskongress waren auch zwei AfD-Kader aus der Region Anhalt vor Ort: Jesus Rother, der für die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei im Stadtrat von Dessau-Roßlau sitzt und Steven Hellmuth, der auch als Beisitzer in den Landesvorstand der Generation Deutschland gewählt wurde.

  • Stadtratsfraktion der rechtsextremen AfD spaltet sich in zwei Lager

    Die Bombe platzt ausgerechnet zum Gründungsparteitag eines neuen AfD-Stadtverbandes in Zerbst: Gleich sieben AfD-Mitglieder – davon vier mit einem Sitz im Stadtrat – treten aus der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei aus. Wie die Volksstimme (Ausgabe Zerbst) weiter berichtet, könnten Grund dafür Kandidatenambitionen für die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen gewesen sein. Denn gleich im Anschluss an dem vom Kreisvorsitzenden Daniel Roi geleiteten Gründungsparteitag, der laut AfD-Angaben notwendig wurde, weil die AfD in Zerbst inzwischen 35 Mitglieder habe, fand eine Aufstellungsversammlung für die Wahl am 12. April 2026 statt.

  • Verschwörungsideologischer Fahrzeugkorso

    Nach GegenPart-Informationen startet eine versammlungsrechtliche Veranstaltung unter dem Motto  „Fahrzeugkorso für unser Land“ von der Alten Landebahn in Dessau. Als Veranstalter fungiert die „Familien- und Wirtschaftsinititative Dessau-Roßlau“, welche personell, strukturell und auch inhaltlich identisch mit der verschwörungsideologischen Gruppierung „Familienautokorso“ ist, über deren Aktivitäten die GegenPart-Chronik seit Jahren berichtet.

  • Homophobe und NS-verherrlichende Bedrohungen gegen Organisator des Christopher Street Day (CSD)

    Laut der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) hat Julian Miethig Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Demnach wurde der CSD-Organisator aus Köthen in einer Kneipe homophob beleidigt. Miethig berichtet, dass ein Mann ihn in die Toilette drängte und mit Verweis auf seine CSD-Tätigkeit sagte: „Dich sollte man ins KZ stecken.“ Statt diese Drohung für sich zu behalten habe sich Miethig entschlossen, sie bewusst öffentlich zu machen. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber der Lokalzeitung den Eingang einer Strafanzeige wegen Volksverhetzung.

  • Neonazistischer Körperkult mit Eisbaden

    Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ ein Eisbaden in der Region durch. Auf dem Foto des Social Media Posts sind sechs vermummte Männer mit freiem Oberkörper  zu sehen, die im Wasser eine Fahne des III. Wegs präsentieren. Auch im historischen Nationalsozialismus spielte die Inszenierung des Körpers im Sinne von Härte und soldatischen Tugenden eine ideologisch überformte Rolle.