Antwort der Landesregierung auf kleine Anfrage zur extrem rechten Szene im Landkreis
In einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der fraktionslosen Abgeordneten Henriette Quade weist die Landesregierung insgesamt 80 Personen aus, die in der extrem rechten Szene des Landkreises Wittenberg aktiv sind . Diese seien vor allem in den neonazistischen Kleinstparteien „Der III. Weg“ (mehr dazu hier…und hier…) und „Die Heimat“ (vormals NPD) organisiert. Laut dieser Einschätzung ist der Kreisverband Wittenberg der rechtsextremen Partei „Die Heimat“ einer der wenigen, der in Sachsen-Anhalt überhaupt noch wahrnehmbare Aktivitäten entfalte (mehr dazu hier…). Zuletzt wurde demnach der Wittenberger „Die Heimat“-Aktivist Jonas Zarrad zum Landesvorsitzenden gewählt (mehr dazu hier…). Hinzu kommen Parteimitglieder der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD, die vorwiegend im AfD-Kreisverband Wittenberg assoziiert sind. Explizit stellt die Antwort der Landesregierung dabei den AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Lieschke (mehr dazu hier…) und den Wittenberger AfD-Bundestagsabgeordneten Volker Scheurell (mehr dazu hier…und hier…) heraus. Zudem kam es im April 2025 am Rande einer AfD-Kundgebung in Wittenberg zu einer mutmaßlich rechtsextrem motivierten Gewaltstraftat (mehr dazu hier…). Außerdem wird auf Aktivitäten eines Chapters des rechtsextremen Motorradclubs „Freeway Riders Mittel/Elbe“ abgestellt (hier…). Darüber hinaus sei die nicht parteigebundene rechtsextreme Szene subkulturell und gewaltorientiert ausgerichtet (mehr dazu hier…). Überdies ist zu erfahren, dass der Landesregierung im Landkreis Wittenberg neun Rechtsextremisten im Landkreis bekannt seien, die Waffen besitzen und über eine entsprechende Erlaubnis verfügten (mehr dazu hier…).

Foto: Projekt GegenPart am 21. Juni 2025 in Wittenberg
Quellen: Antwort der Landesregierung (Drucksache 8/6283) vom 27. November 2025 auf Kleine Anfrage (KA 8/3358); eigener Bericht

