Chronik

AfD-Landtagsabgeordneter aus Fraktion ausgeschlossen

Landkreis Wittenberg/Magdeburg

Wie unter anderem der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) und das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ übereinstimmend berichteten, ist der AfD-Landtagsabgeordnete Matthias Lieschke (mehr dazu hier…und hier…und hier…) aus dem Landkreis Wittenberg aus der Landtagsfraktion der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextremen Bestrebung“ eingestuften Partei ausgeschlossen worden. Laut MDR sei diese Entscheidung in einer Fraktionssitzung am 05. Januar gefallen. Lieschke wird demnach „schweres partei- und fraktionsgefährdendes Verhalten“ vorgeworfen. Hintergrund ist ein parteiinterner Clinch der schon länger anhält. Lieschke soll so eine Videokonferenz des AfD-Kreisspitzentreffens illegal mitgeschnitten und diese Aufnahmen dem ehemaligen AfD-Landesgeneralsekretär Sachsen-Anhalt und jetzigen Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt zur Verfügung gestellt haben. Zwischen Schmidt und dem Landesvorstand tobt seit langem ein interner Machtkampf, der nun auch öffentlich ausgetragen wird. Schmidt wirft so mehren AfD-Landtagsabgeordneten unter anderem vor, Dienstreisen falsch abgerechnet zu haben und spricht von Vetternwirtschaft, die er demnächst thematisieren werde (mehr dazu hier…). Der Landesvorstand wiederum wirft Schmidt „parteischädigendes Verhalten“ vor und strengt auch gegen ihn ein Parteiausschlussverfahren an. Wegen den Videoaufnahmen hatte der AfD-Landesvorstand bereits im Dezember 2025 auch gegen Lieschke ein Parteiausschlussverfahren eröffnet (mehr dazu hier…) – Ausgang offen.

Foto: Projekt GegenPart am 03.02.2025 in Wittenberg
Quellen: mdr.de am 05. Januar 2026; „Der Spiegel“ am 05. Januar 2026; eigener Bericht