Neonazistisches Gedenken zum Volkstrauertag
Ein Social Media-Post zeigt ein Foto, auf dem insgesamt vier Neonazis der Gruppierung „Freie Kräfte Dessau/Roßlau Elbe“ aus dem militanten Kameradschaftsspektrum (mehr dazu hier…) zu sehen sind, wie sie mit Fackeln in der Hand vor dem sogenannten Boelcke-Denkmal in Dessau posieren, und rund um ihr eignes Gebinde Grablichter gruppiert haben. Das Ensemble auf dem Dessauer Ehrenfriedhof ist dem deutschen Jagdflieger Oswald Boelcke gewidmet. Für die Neonazis ist es vor allem deshalb interessant, weil eine Tafel auch an die deutschen Opfer des 2. Weltkrieges erinnert.
Dem neonazistischen Personenzusammenschluss um seine Führungspersönlichkeit Alexander Weinert (mehr dazu hier…) geht es mit solchen Inszenierungen in geschichtsrevisionistischer Manier um eine Täter-Opfer-Umkehrung und in letzter Konsequenz um eine Leugnung und Relativierung des NS-Terrors. Weinert und seine Kameraden hatten jahrelang in der Doppelstadt einen so genannten „Trauermarsch“ anlässlich der Bombardierung der Stadt im 2. Weltkrieg organisiert, zu dem Rechtsextremisten aus der Region und ganz Deutschland anreisten (mehr dazu hier…und hier… und hier… und hier…).

Foto: Pixelarchiv am 01. Mai 2025 in Gera; Alexander Weinert links neben der Deutschlandfahne bei einem Neonaziaufmarsch
Quelle: eigener Bericht

