Chronik

Kreisverband der rechtsextremen AfD teilt diskreditierenden und antisemitischen Post gegen Bodo Ramelow

Dessau-Roßlau/Magdeburg

Der Kreisverband Dessau-Roßlau der in Sachsen-Anhalt „als gesichert rechtsextremen Bestrebung“ eingestufte AfD hat in den sozialen Medien einen Post geteilt, der ursprünglich von der Linksjugend „Solid“ aus Magdeburg veröffentlich wurde. Darin bezeichnet die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE aus der Landeshautstadt den ehemaligen Ministerpräsidenten Thüringens und jetzigen Bundestagsvizepräsidenten Bodo Ramelow (DIE LINKE) als „Imperialisten“ der sich wiederholt sexistisch verhalten habe. Außerdem unterstellt Solid Ramelow „einen Genozid geleugnet“ zu haben. Dabei ist offenbar seine differenzierte Haltung zum so genannten Nahostkonflikt im Allgemeinen und dem Massaker der islamistischen Terrorgruppe Hamas am 07. Oktober 2023 im Speziellen gemeint. In diesem Posting wird erneut deutlich, wie verbreitet antisemitische Einstellungen in der Linkspartei sind. Die Veröffentlichung von Solid endet mit dem bezeichnenden Postulat: „Reflektiere Dich im Bezug auf dein sexistisches Verhalten, tritt am besten selbst aus der Partei aus und bitte halt dein Maul.“
Das gerade der AfD-Kreisverband Dessau-Roßlau dies geteilt hat, verwundert indes kaum. Haben mit Rene Diedering (mehr dazu hier…) und Laurens Nothdurft (mehr dazu hier…) doch zwei Politiker mit einschlägiger Neonazivergangenheit dort einen entscheidenden Einfluss.


Laurens Nothdurft viel in seiner Funktion als Ortsbürgermeister zuletzt auch durch die Dethematisierung der NS-Verbrechen auf.
Foto: Presseservice Rathenow am 08.05.2025 in Roßlau
Laurens Nothdurft mit Gedenk-Kranz; Foto: Presseservice Rathenow am 08.05.2025 in Roßlau
Quelle: eigener Bericht