Tagung: Politisch Handeln im autoritären Sog
Ob Inklusion und Bleiberecht, ob Gleichstellung und queere Orte, ob Umwelt und Kultur: Überall in Sachsen-Anhalt und Sachsen engagieren sich Menschen für ein gutes Leben in einer gerechten und offenen Gesellschaft.
Streit um Bildungseinrichtung für lerneingeschränkte Schüler:innen eskaliert weiter
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) mehrmals berichtete, ist ein Fall um die Dessauer Pestalozzischule, in der Schüler:innen mit Förderbedarf unterrichtet werden, in den vorangegangenen Monaten immer weiter eskaliert. Zunächst stand der Vorwurf mehrerer Eltern im Raum, dass eine pädagogische Mitarbeiterin seit November 2025 mehrere psychische und physische Übergriffe gegen Kinder verübt habe. Unter anderem wird ihr vorgeworfen, sie habe mit Schlüsseln geworfen, Schulranzen ausgekippt und sich über Schüler:innen lustig gemacht. Laut MZ sehe das Landeschulamt Sachsen-Anhalt für diese Vorwürfe zwar keine Belege, dennoch habe es ein Elterngespräch in der Schule in einer „guten und konstruktiven Atmosphäre“ gegeben. Dies scheint die…
Neonazistischer Gemeinschaftsabend mit Kampfsporttraining
Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen sogenannten „Gemeinschaftsabend“ in der Region Anhalt durch. Mit solchen Angeboten versucht die Partei, vor allem junge Menschen an sich zu binden.
Rechtsextreme AfD diskreditiert Mitarbeiterin der Partnerschaft für Demokratie persönlich
In der Kampagne des als völkisch-nationalistisch geltenden AfD-Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeldes um dessen Führungspersönlichkeit Daniel Roi gegen die Partnerschaft für Demokratie (PfD) Bitterfeld-Wolfen hat die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei nun weiter eskaliert. In einem Social Media Post wird eine PfD-Mitarbeiterin der Externen Koordinierungs- und Fachstelle (ExKuF) nicht nur namentlich benannt, sondern ihre Beziehung zu einem CDU-Politiker wird online zum Auslöser von Spekulationen, um im Subtext diesem Stadtrat „Filz“ unterstellen zu können.
Demonstration aus dem Querdenkerspektrum
In Wittenberg findet eine verschwörungsideologische Demonstration unter dem Titel „Reformation 2. 0 – Friedensdemo“ statt, an der vor allem Menschen aus dem Reichsbürger- und Verschwörungsmilieu teilnehmen. Bei der Versammlung die auf dem Marktplatz startet sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft.
Demonstration aus dem Querdenkermilieu
In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier diskreditiert. Dabei sind prominent Fahnen des Deutschen Reichs und der Russischen Förderration zu sehen.
Verschwörungsideologische Kundgebung
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.
Rechtsextreme AfD auf Einladung bei Veranstaltung des BSW (Bündnis Sahra Wagenkecht)
Der BSW-Regionalverband Sachsen-Anhalt Ost macht keinen Hehl mehr daraus, dass er den „Dialog“ mit der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften AfD offensiv vorantreibt. In einem Post auf der Plattform Instagram berichtet das BSW von einer Veranstaltung in der Lutherstadt, die bezeichnenderweise unter dem Titel „Jenseits der Brandmauer: Im Gespräch mit der AfD“ angekündigt wurde. Auf dem Podium saßen demnach neben Florian Thomas (Co-Vorsitzender des BSW Sachsen-Anhalt Ost) auch der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Hünich aus Brandenburg. Hünich, vormals bei der Partei DIE LINKE aktiv, sitzt nun seit 2019 für die auch in Brandenburg als rechtsextrem eingestuften AfD im Landtag. Bekannt…
Rechtsoffene Proteste an Autobahnauffahrten
Laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) haben an den Autobahnauffahrten Bitterfeld-Wolfen, Vockerode, Dessau-Süd, Dessau-Ost und Coswig (alle A 9) jeweils eine geringe zweistellige Zahl an Menschen protestiert. Wie die Lokalzeitung berichtete, blieb zumindest in der Region unklar, wer eigentlich zu den Blockaden aufgerufen habe. Ein Indiz dafür ist jedoch das Protestmotto „Nein zu Mercosur! Weg mit der CO2-Steuer! Kriegstreiberei beenden!“. Gerade die Thematisierung des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine und die militärische Unterstützung von Nato, EU und Deutschland wurde in der Vergangenheit immer wieder von rechts- und verschwörungsoffenen Gruppierungen aus der Region vorangetrieben, etwa auch im Zusammenhang mit den so genannten Bauernprotesten.
Rechtsextremer Streamer provoziert bei Gedenkdemonstration
Laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) hat am Rande der jährlichen Gedenkdemonstration für Oury Jalloh, der unter ungeklärten Umständen an Händen und Füßen gefesselt am 07. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle verbrannt, ein rechtsextremer Streamer die Teilnehmenden provoziert. Nach GegenPart-Informationen handelt es sich dabei um den Aktivisten Sebastian Schmidtke der neonazistischen Kleinstpartei „Die Heimat“ (vormals NPD) aus Berlin, gegen den erst kürzlich ein Waffenverbot ausgesprochen wurde.