AfD-Bürgermeister kritisiert eigene Partei wegen Vetternwirtschaft
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat der AfD-Bürgermeister von Raguhn-Jeßnitz Hannes Loth die eigene Partei aufgrund mangelnder Aufarbeitung in der sogenannten Verwandtenaffäre kritisiert. Die Lokalzeitung zitiert Loth mit den Worten: „Ich habe nur eine Frage – Wo ist der Landesvorsitzende?“ Damit spielt der AfD-Rathauschef offensichtlich auf die Sprachlosigkeit von AfD-Landeschef Martin Reichardt in dieser Causa an. So soll Reichardt vor einige Zeit noch die Ehefrau und Tochter des AfD-Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt beschäftigt haben. An anderer Stelle wird Loth gegenüber der MZ noch deutlicher: „Die Vorgänge sind ein Schlag ins Gesicht für alle Mitglieder, die in den Kommunen an…
Kandidat:innen der rechtsextremen AfD für Landtagswahl bekanntgegeben & neuen Kreisvorstand gewählt
Nachdem schon vor einiger Zeit bekannt wurde, dass Nadine Koppehel im Wahlkreis 27 (Dessau-Roßlau-Wittenberg) zur bevorstehenden Landtagswahl am 06. September 2026 für die rechtsextreme AfD kandidiert, ist laut Mitteldeutscher Zeitung nun auch der AfD-Kandidat für den Wahlkreis 26 (Dessau-Roßlau) klar. Demnach tritt dort mit Burkhardt Ratzmann der derzeitige AfD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Dessau-Roßlaus an. Laut Lokalzeitung hat der AfD-Kreisverband Dessau-Roßlau zudem einen neuen Vorstand gewählt. Vorsitzende ist demnach Nadine Koppehel, ihr Stellvertreter Burkhardt Ratzmann. Schriftführer wird Jesus Rother, zu Beisitzern werden u. a. Andreas Mrosek und Steven Hellmuth gewählt. Der AfD- Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“…
Demonstration der rechtsextremen AfD & Gegenprotest
Laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) nehmen an einer Kundgebung der AfD unter dem Motto „Wir ändern das Stadtbild“ mit anschließender Demonstration in Wolfen ca. 180 Menschen teil. Das sind wesentlich weniger als in Bitterfeld, wo sich die AfD sonst jeden ersten Montag im öffentlichen Raum inszeniert. Der als völkisch-nationalistische geltende AfD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld um dessen Führungspersönlichkeit Daniel Roi hat als Hauptredner Oliver Kirchner eingeladen. Dieser ist Co-Fraktionsvorsitzender im Magdeburger Landtag und verheimlicht seine fremdenfeindliche Meinung nicht: „Ukrainer, Syrer, Afghanen müssen ausreisen. Wir werden das Land der Frühabschieber.“ Gegen die AfD-Inszenierung gibt es gleich zwei angemeldete Gegenproteste. In Wolfen selbst, unmittelbar in Hör-…
Vorstandsmitglied der rechtsextremen AfD verdient am Konkurrenten des eigenen Kandidaten
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, dass das Vorstandsmitglied des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt Tobias Rausch, der aktuell den Posten des AfD-Fraktionsgeschäftsführer im Magdeburger Landtag inne hat, im letzten Bundestagswahlkampf die Plakatierungskampagne für den Einzelbewerber Robert Farle im Wahlkreis 73 (Mansfeld) organisiert und dafür 40.000 Euro kassiert hat. Hierbei brisant: auch der AfD-Kandidat Kay-Uwe Ziegler trat im Wahlkreis 73 an und gewann dort mit großem Abstand, so dass er erneut in den Bundestag einzog. Somit hat Rausch am Konkurrenten des eigenen Kandidaten verdient, quasi gegen diesen Wahlkampf gemacht. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich Ziegler erst gerichtlich seine Kandidatur in diesem Wahlkreis…
Stadtverwaltung verweigert AfD-Ortsbürgermeister mit Neonazivergangenheit Nutzung von repräsentativem Büro
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat die zuständige Stadtverwaltung Laurens Nothdurft, dem Roßlauer AfD-Ortsbürgermeister mit eindeutiger Neonazivergangenheit, bereits seit Sommer 2024 die Nutzung eines repräsentativen Büros im 2. Stock des Roßlauer Rathauses verweigert. Das Büro war vor der Gebietsreform, als Roßlau noch eine eigene Kommune und noch nicht Bestandteil der Doppelstadt war, vom damaligen und hauptamtlichen Roßlauer Bürgermeister Klemens Koschig genutzt worden, der später auch Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau war. Zudem nutzte die Räumlichkeit auch Nothdurfts unmittelbare Vorgängerin im Amt der Ortsbürgermeisterin, mithin Christa Müller (CDU).
Rechtsextreme AfD schränkt Handlungsfähigkeit der Partnerschaft für Demokratie massiv ein
Der Sperrvermerk im Haushalt gegen die „Partnerschaft für Demokratie Bitterfeld-Wolfen“ (PfD) ist zwar aufgehoben aber wiederum setzte sich die AfD mit den Stimmen von „Pro Bitterfeld-Wolfen“ mit einem Änderungsantrag durch, der es in sich hat. Laut Mitteldeutscher Zeitung sollen demnach die Personalkosten für die Externe Koordinierung- und Fachstelle (ExKuF) der PfD im Förderjahr 2026 halbiert werden. Dies macht es dem ExKuf-Träger, dem Jugendclub 83 e. V., nahezu unmöglich, die Arbeit in der gewohnten Qualität und Quantität fortzusetzen.
Jugendorganisation „Generation Deutschland“ der rechtsextremen AfD gründet Landesverband in Sachsen-Anhalt
Die rechtsextreme AfD hat in Burg einen Landesverband der Jugendorganisation „Generation Deutschland“ gegründet. Beim Gründungskongress waren auch zwei AfD-Kader aus der Region Anhalt vor Ort: Jesus Rother, der für die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei im Stadtrat von Dessau-Roßlau sitzt und Steven Hellmuth, der auch als Beisitzer in den Landesvorstand der Generation Deutschland gewählt wurde.
Stadtratsfraktion der rechtsextremen AfD spaltet sich in zwei Lager
Die Bombe platzt ausgerechnet zum Gründungsparteitag eines neuen AfD-Stadtverbandes in Zerbst: Gleich sieben AfD-Mitglieder – davon vier mit einem Sitz im Stadtrat – treten aus der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei aus. Wie die Volksstimme (Ausgabe Zerbst) weiter berichtet, könnten Grund dafür Kandidatenambitionen für die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen gewesen sein. Denn gleich im Anschluss an dem vom Kreisvorsitzenden Daniel Roi geleiteten Gründungsparteitag, der laut AfD-Angaben notwendig wurde, weil die AfD in Zerbst inzwischen 35 Mitglieder habe, fand eine Aufstellungsversammlung für die Wahl am 12. April 2026 statt.
Neonazistischer Körperkult mit Eisbaden
Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ ein Eisbaden in der Region durch. Auf dem Foto des Social Media Posts sind sechs vermummte Männer mit freiem Oberkörper zu sehen, die im Wasser eine Fahne des III. Wegs präsentieren. Auch im historischen Nationalsozialismus spielte die Inszenierung des Körpers im Sinne von Härte und soldatischen Tugenden eine ideologisch überformte Rolle.
Neonazistischer Gemeinschaftsabend mit Kampfsporttraining
Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen sogenannten „Gemeinschaftsabend“ in der Region Anhalt durch. Mit solchen Angeboten versucht die Partei, vor allem junge Menschen an sich zu binden.