Vorstandsmitglied der rechtsextremen AfD verdient am Konkurrenten des eigenen Kandidaten
Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, dass das Vorstandsmitglied des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt Tobias Rausch, der aktuell den Posten des AfD-Fraktionsgeschäftsführer im Magdeburger Landtag inne hat, im letzten Bundestagswahlkampf die Plakatierungskampagne für den Einzelbewerber Robert Farle im Wahlkreis 73 (Mansfeld) organisiert und dafür 40.000 Euro kassiert hat. Hierbei brisant: auch der AfD-Kandidat Kay-Uwe Ziegler trat im Wahlkreis 73 an und gewann dort mit großem Abstand, so dass er erneut in den Bundestag einzog. Somit hat Rausch am Konkurrenten des eigenen Kandidaten verdient, quasi gegen diesen Wahlkampf gemacht. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass sich Ziegler erst gerichtlich seine Kandidatur in diesem Wahlkreis…
Stadtverwaltung verweigert AfD-Ortsbürgermeister mit Neonazivergangenheit Nutzung von repräsentativem Büro
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat die zuständige Stadtverwaltung Laurens Nothdurft, dem Roßlauer AfD-Ortsbürgermeister mit eindeutiger Neonazivergangenheit, bereits seit Sommer 2024 die Nutzung eines repräsentativen Büros im 2. Stock des Roßlauer Rathauses verweigert. Das Büro war vor der Gebietsreform, als Roßlau noch eine eigene Kommune und noch nicht Bestandteil der Doppelstadt war, vom damaligen und hauptamtlichen Roßlauer Bürgermeister Klemens Koschig genutzt worden, der später auch Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau war. Zudem nutzte die Räumlichkeit auch Nothdurfts unmittelbare Vorgängerin im Amt der Ortsbürgermeisterin, mithin Christa Müller (CDU).
Rechtsextreme AfD schränkt Handlungsfähigkeit der Partnerschaft für Demokratie massiv ein
Der Sperrvermerk im Haushalt gegen die „Partnerschaft für Demokratie Bitterfeld-Wolfen“ (PfD) ist zwar aufgehoben aber wiederum setzte sich die AfD mit den Stimmen von „Pro Bitterfeld-Wolfen“ mit einem Änderungsantrag durch, der es in sich hat. Laut Mitteldeutscher Zeitung sollen demnach die Personalkosten für die Externe Koordinierung- und Fachstelle (ExKuF) der PfD im Förderjahr 2026 halbiert werden. Dies macht es dem ExKuf-Träger, dem Jugendclub 83 e. V., nahezu unmöglich, die Arbeit in der gewohnten Qualität und Quantität fortzusetzen.
Jugendorganisation „Generation Deutschland“ der rechtsextremen AfD gründet Landesverband in Sachsen-Anhalt
Die rechtsextreme AfD hat in Burg einen Landesverband der Jugendorganisation „Generation Deutschland“ gegründet. Beim Gründungskongress waren auch zwei AfD-Kader aus der Region Anhalt vor Ort: Jesus Rother, der für die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei im Stadtrat von Dessau-Roßlau sitzt und Steven Hellmuth, der auch als Beisitzer in den Landesvorstand der Generation Deutschland gewählt wurde.
Stadtratsfraktion der rechtsextremen AfD spaltet sich in zwei Lager
Die Bombe platzt ausgerechnet zum Gründungsparteitag eines neuen AfD-Stadtverbandes in Zerbst: Gleich sieben AfD-Mitglieder – davon vier mit einem Sitz im Stadtrat – treten aus der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei aus. Wie die Volksstimme (Ausgabe Zerbst) weiter berichtet, könnten Grund dafür Kandidatenambitionen für die bevorstehenden Bürgermeisterwahlen gewesen sein. Denn gleich im Anschluss an dem vom Kreisvorsitzenden Daniel Roi geleiteten Gründungsparteitag, der laut AfD-Angaben notwendig wurde, weil die AfD in Zerbst inzwischen 35 Mitglieder habe, fand eine Aufstellungsversammlung für die Wahl am 12. April 2026 statt.
Neonazistischer Körperkult mit Eisbaden
Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ ein Eisbaden in der Region durch. Auf dem Foto des Social Media Posts sind sechs vermummte Männer mit freiem Oberkörper zu sehen, die im Wasser eine Fahne des III. Wegs präsentieren. Auch im historischen Nationalsozialismus spielte die Inszenierung des Körpers im Sinne von Härte und soldatischen Tugenden eine ideologisch überformte Rolle.
Neonazistischer Gemeinschaftsabend mit Kampfsporttraining
Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen sogenannten „Gemeinschaftsabend“ in der Region Anhalt durch. Mit solchen Angeboten versucht die Partei, vor allem junge Menschen an sich zu binden.
Rechtsextreme AfD diskreditiert Mitarbeiterin der Partnerschaft für Demokratie persönlich
In der Kampagne des als völkisch-nationalistisch geltenden AfD-Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeldes um dessen Führungspersönlichkeit Daniel Roi gegen die Partnerschaft für Demokratie (PfD) Bitterfeld-Wolfen hat die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei nun weiter eskaliert. In einem Social Media Post wird eine PfD-Mitarbeiterin der Externen Koordinierungs- und Fachstelle (ExKuF) nicht nur namentlich benannt, sondern ihre Beziehung zu einem CDU-Politiker wird online zum Auslöser von Spekulationen, um im Subtext diesem Stadtrat „Filz“ unterstellen zu können.
Rechtsextreme AfD auf Einladung bei Veranstaltung des BSW (Bündnis Sahra Wagenkecht)
Der BSW-Regionalverband Sachsen-Anhalt Ost macht keinen Hehl mehr daraus, dass er den „Dialog“ mit der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften AfD offensiv vorantreibt. In einem Post auf der Plattform Instagram berichtet das BSW von einer Veranstaltung in der Lutherstadt, die bezeichnenderweise unter dem Titel „Jenseits der Brandmauer: Im Gespräch mit der AfD“ angekündigt wurde. Auf dem Podium saßen demnach neben Florian Thomas (Co-Vorsitzender des BSW Sachsen-Anhalt Ost) auch der AfD-Landtagsabgeordnete Lars Hünich aus Brandenburg. Hünich, vormals bei der Partei DIE LINKE aktiv, sitzt nun seit 2019 für die auch in Brandenburg als rechtsextrem eingestuften AfD im Landtag. Bekannt…
Politfrühschoppen mit Ortsbürgermeister der rechtsextremen AfD
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtet, hat der AfD-Ortsbürgermeister Laurens Nothdurft zum traditionellen Politfrühschoppen am Dreikönigstag in eine gastronomische Einrichtung eingeladen. Laut Lokalzeitung sind 40 Gäste gekommen. Mit solchen Veranstaltungen versucht sich Nothdurft, offensichtlich nicht ohne Erfolg, als „Kümmerer“ für den Ortsteil zu inszenieren. Dass der Kommunalpolitiker eine eindeutige Neonazivergangenheit hat, scheint dabei nicht zu stören. So war er in der Vergangenheit in der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) zeitweise als Führungskader aktiv.