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Blogbeiträge
Stellenausschreibung in eigener Sache: Mitarbeiter:in für Mobile Beratung in Dessau-Roßlau gesucht
Das Alternative Jugendzentrum Dessau e.V. Dessau sucht eine:n Mitarbeiter:in im Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus ab 01. Mai 2026 oder zu einem späteren Zeitpunkt. Das Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (MBT Anhalt) unterstützt und berät prozesshaft Kommunen, Landkreise, Behörden, Multiplikator:innen, die demokratische Zivilgesellschaft, die Wirtschaft und die Kommunalpolitik bei ihren Bemühungen zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Dabei knüpfen die Angebote an die Alltagserfahrungen und Bedürfnisse der Akteur:innen vor Ort an und ermöglichen es so, lokale Handlungsstrategien zu entwickeln, die sich an dem tatsächlichen Bedarf und den Ressourcen der jeweiligen Partner:innen orientieren und dadurch gezielte und nachhaltige Veränderungen bewirken. Die Arbeit der Mobilen und…
Tagung: Politisch Handeln im autoritären Sog
Ob Inklusion und Bleiberecht, ob Gleichstellung und queere Orte, ob Umwelt und Kultur: Überall in Sachsen-Anhalt und Sachsen engagieren sich Menschen für ein gutes Leben in einer gerechten und offenen Gesellschaft.
Mobiles Beratungsteam in Anhalt bilanzert 1015. Beratungsfall
Was tun, wenn rechtsextreme Akteure die medial vielbeachtete Absage eines Konzertes in einer etablierten Kultureinrichtung für ihre Agenda instrumentalisieren? Wie damit umgehen, wenn drei Schüler in der Nähe einer Schule das Tagebuch der Anne Frank verbrennen und es damit als Meldung in die New York Times schaffen? Was heißt es eigentlich, wenn Mitglieder einer Initiative pro Demokratie aus einer rechtsextremen Motivation heraus blutige Schuhe vor ihrem Privathaus oder Nägel und Schrauben in der Toreinfahrt vorfinden? Was kann unternommen werden, wenn eine Organisation die Einsatzstellen für ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ anbietet feststellt, dass ein landwirtschaftlicher Einsatzort für Freiwillige von einem rechtsextremen…
Antisemitismus-Meldestelle Rias veröffentlicht Zwischenstand
Die Anzahl der antisemitischen Vorfälle in Sachsen-Anhalt bleibt auf einem hohen Niveau. In den ersten sieben Monaten der Dokumentation antisemitischer Vorfälle in Sachsen-Anhalt, im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Juli 2025 wurden der Meldestelle Antisemitismus RIAS Sachsen- Anhalt 127 Vorfälle bekannt. Das ist rechnerisch ein antisemitischer Vorfall alle zwei Tage. Damit ist die Anzahl der Vorfälle vergleichbar zur Anzahl im selben Zeitraum im Vorjahr.
Die Pressefreiheit gilt auch für Verfassungsfeinde
Am 10. und 11. Juni 2025 verfolgte das Projekt GegenPart intensiv das Hauptsacheverfahren um das etwaige Compact-Verbot am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Von besonderem Interesse: Laurens Nothdurft, einer der Prozessbevollmächtigten des Compact-Herausgebers Jürgen Elsässer und seines Zeichens Ortsbürgermeister von Roßlau mit lupenreiner Neonazivergangenheit . Den Prozess in Leipzig nutzte Nothdurft als Bühne, sollte doch dort geklärt werden, ob das rechtsextreme Magazin und die angeschlossenen Medienkanäle mit Hilfe des Vereinsrechts verboten werden können. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser hatte das Blatt im Juli 2024 genau auf dieser Grundlage verboten, das Bundesverwaltungsgericht hob das Verbot im Zuge eines Eilverfahrens mit vorläufigem Rechtsschutz am…
„Mit der Stadt Dessau wird der Name Alberto Adriano für immer verbunden sein.“
Am 11. Juni 2000 schlugen, traten und misshandelten drei junge Neonazis den mosambikanischen Vertragsarbeiter Alberto Adriano brutal im Dessauer Stadtpark und grölten dabei rechtsextreme Parolen. Um ihr Opfer zusätzlich zu erniedrigen, wurde es teilweise ausgezogen. Er erlag drei Tage später seinen tödlichen Verletzungen. Dieser rassistische Mord stellte damals eine Zäsur im öffentlichen Umgang mit rechter Gewalt dar. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder rief auch wegen diesem Fall den „Aufstand der Anständigen“ aus. Und es wurden Präventions- und Interventionsprogramme aufgelegt die bis heute existieren. Ein Vierteljahrhundert später nimmt das Multikulturelle Zentrum Dessau dies zusammen mit Kooperationspartnern zum Anlass, auf diesen für…
Beratungsprojekte gegen Rechtsextremismus in Anhalt bilanzieren Gesamtjahr 2024
Die Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt (OBS) registriert im Berichtzeitraum erneut 29 Angriffe. Der Schwerpunkt lag dabei mit 17 Angriffen klar im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Das Beratungsprojekt geht jedoch von einer höheren Dunkelziffer aus. Die vom Mobilen Beratungsteam Projekt GegenPart in einer Chronik festgehaltenen rechtsextremen Vorfälle im Jahr 2024 haben sich erneut signifikant erhöht. Bereits seit 2022 verzeichnet das Beratungsprojekt Jahr um Jahr neue Höchststände in der Ereignischronik. Für 2024 wurden nun mit 1004 Vorfällen erstmals eine vierstellige Zahl an rechten Ereignissen dokumentiert. Dies entspricht nahezu einer Verdreifachung seit 2019, als 325 Vorfälle dokumentiert wurden.
Wie umgehen mit der AfD? Neue Handreichung des BMB
Jede:r Fünfte hat bei der Bundestagswahl die AfD gewählt. Damit ist die rechtsextreme Partei erstmals zweitstärkste Kraft und kann mit deutlich mehr Geld und Personal fortsetzen, was sie seit Jahren tut: demokratische Strukturen angreifen. Die AfD droht Demokratieprojekten mit der Streichung von Fördermitteln, sie setzt Lehrkräfte unter Druck und sie versucht, all jene einzuschüchtern, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt engagieren.
RIAS Jahresbericht 2024
Im ersten vollen Jahr nach den Massakern des 7. Oktobers 2023 blieb die Anzahl der antisemitischen Vorfälle in Sachsen-Anhalt hoch: Für das Jahr 2024 wurden der Meldestelle für antisemitische Vorfälle RIAS Sachsen-Anhalt im Schnitt vier Vorfälle pro Woche bekannt. Nun stellte die Meldestelle ihren Jahresbericht vor.
Tag der Erinnerung 2025
Am 11. Juni 2025 jährt sich der rassistische Mord an Alberto Adriano zum 25. Mal. Gemeinsam mit zahlreichen Partnerorganisationen laden wir herzlich zum Tag der Erinnerung nach Dessau-Roßlau ein. Die Veranstaltung steht im Zeichen des Gedenkens – aber auch des Handelns gegen Rassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt.