Hochschule Anhalt stellt sich gegen Pläne der rechtsextremen AfD
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat sich die Hochschule Anhalt scharf gegen einen Gesetzesentwurf der AfD-Landtagsfraktion ausgesprochen, wonach der Paragraph 65d des Hochschulgesetzes aufzuheben und somit die Studierendenschaft (selbstorganisierte Vertretung der Studierenden) abzuschaffen sei. Laut der Lokalzeitung wies der Hochschulpräsident Jörg Bagdahn darauf hin, dass bei einer Umsetzung dieses Ansinnens das studentische Leben faktisch zum Erliegen käme. Denn immerhin organisiere die Studierendenschaft zentrale Veranstaltungen wie Einführungswochen, Hochschulinformationstage, Studententage und diverse Festivitäten. Auch zu einer demokratietheoretischen Dimension äußerte sich Bagdahn eindeutig: „Die Eigenständigkeit der Studierenden, das selbstständige und verantwortungsvolle Handeln wird mit einer solchen Entscheidung in Abrede gestellt.“
An den Standorten Dessau-Roßlau, Köthen und Bernburg der Hochschule Anhalt sind überproportional viele ausländische Studierende vor allem in den Studiengängen Architektur, Design, Ingenieurwesen und Landwirtschaft eingeschrieben. Die Hochschule oder die dort Studierenden waren in der Vergangenheit immer wieder rechtsextremen und rassistischen Übergriffen ausgesetzt (mehr dazu hier…).
Der AfD-Landesverband Sachsen-Anhalt wird vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuft.

Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 12. Mai 2026; eigener Bericht


