Chronik

AfD-Landtagsabgeordneter hält trotz Ausschluss aus der Fraktion an Kandidatur für Landtagswahl fest

Jessen (Wahlkreis 25) / Magdeburg

Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, will der nun fraktionslose Landtagsabgeordnete Matthias Lieschke aus dem Landkreis Wittenberg an seiner Kandidatur zur Landtagswahl am 06. September 2026 im Wahlkreis 25 (Jessen) festhalten. Und das obwohl er bereits Anfang Januar 2026 wegen „parteischädigenden Verhaltens“  aus der AfD-Landtagsfraktion der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei ausgeschlossen wurde (mehr dazu hier…). Außerdem hat der AfD-Landesvorstand gegen ihn bereits im Dezember 2025 ein Parteiausschlussverfahren eröffnet (mehr dazu hier…) – Ausgang offen. Lieschke stehe laut MZ derzeit auf Platz 20 der AfD-Landesliste. Diesen Platz würde er bei einem erfolgten Parteiausschluss allerdings verlieren und auch der Status als Direktkandidat sei dann unklar. Der AfD-Mann, der seit 2016 im Magdeburger Landtag sitz und außerdem dem AfD-Kreisverband Wittenberg vorsteht, war Ende letzten Jahres beim AfD-Landesvorstand in Ungnade gefallen, weil er sich in einem parteiinternen Machtkampf um den ehemaligen AfD-Generalsekretärs in Sachsen-Anhalt, mithin Jan Wenzel Schmidt, offenbar auf die falsche Seite der AfD-Verwandtenaffäre geschlagen hat (mehr dazu hier…).   

Foto: Projekt GegenPart am 03.02.2025 in Wittenberg
Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 02. März 2026; eigener Bericht