Chronik

Selbsternannter Kinderschutz-Influencer soll illegal Gespräch aufgenommen haben

Dessau-Roßlau (OT Dessau)

Im Fall um die Dessauer Pestalozzischule hat es laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) neue Vorkommnisse gegeben. Nachdem Eltern öffentlich einer pädagogischen Mitarbeiterin physische und psychische Übergriffe gegen ihre Kinder vorgeworfen hatten, kam es in der Folge auch zu einer Demonstration. Am Rande nahmen an dieser auch Neonazis teil, ebenso wie der selbsternannte Kinderschutz-Influencer Dennis Engelmann aus Nordrhein-Westfalen, welcher nachweislich eine habituelle Nähe zur AfD hat. Schließlich kam es auch zu Morddrohungen gegen das Schulpersonal und Böllerwürfen, so dass sich am Ende sogar Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel einschaltete (Projekt GegenPart berichtete hier…).
Nun steht der Verdacht im Raum, dass Engelmann heimlich Tonaufnahmen eines Gesprächs zwischen Schulamt, Schulleitung und betroffenen Eltern angefertigt habe und diese auszugsweise weiterverbreitet haben soll. Laut MZ sei dies nach § 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes) eine Straftat. Das zuständige Landesschulamt habe demnach eine Anzeige gegen Unbekannt dazu erstattet.

Quellen: Mitteldeutsche Zeitung vom 28. Januar 2026; eigener Bericht