Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
An einer Bushaltestelle in der Köthener Straße in Aken wird ein neonazistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Make Germany White again“ festgestellt. Die ganz klar rassistisch konnotierte Parole wurde schon mehrmals in der Kleinstadt an der Elbe registriert.
Neonazistische Tags im öffentlichen Raum
Im Bereich der Aussichtsplattform „Am Anker“ am Akener Hafen werden insgesamt 10 neonazistische Schriftzüge entdeckt. Darunter die rassistische Botschaft „White Power“, in mehreren Varianten der rechtsextreme Zahlencode „1161“ (Anti-Antifaschistische-Aktion) oder die Parole „Landser“, die entweder in einer positiven Bezugnahme auf einen Infanteristen der verbrecherischen, deutschen Wehrmacht im 2. Weltkrieg oder auf die als kriminelle Vereinigung verbotene Rechtsrockband gleichen Namens hindeutet.
Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
An einer Laterne in der Akener Hafenstraße wird ein Aufkleber mit dem Parteilogo der AfD dokumentiert. Positive Bekenntnisse zur in Sachsen-Anhalt vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei werden in der Kleinstadt an der Elbe immer wieder festgestellt und dass, obwohl Aken einer der wenigen Gebietskörperschaften im Land ist, in der die AfD nicht im Kommunalparlament sitzt.
Neonazistische Herbstwanderung
Laut Selbstbezichtigung auf Social Media hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ und deren Jugendorganisation Nationalrevolutionäre Jugend (NRJ) eine so genannte „Herbstwanderung mit Kräuterkunde“ in der Region durchgeführt. Dies kann als untauglicher Versuch der Partei verstanden werden, sich als Kämpferin für Umwelt- und Naturschutz mit pseudopädagogischem Anspruch zu gerieren.
Anschlag auf Büro einer demokratischen Partei
Bislang unbekannte Täter haben mit einem Steinwurf das Schaufenster des Regionalbüros von Bündnis 90/Die Grünen in der Dessauer Ferdinand-von-Schill-Straße beschädigt. Es entstand ein erheblicher Sachschaden und eine Strafanzeige wurde gestellt. Weil eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.
Reichsbürger vor Gericht
Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete, hat vor dem Landgericht ein Berufungsverfahren gegen einen 60-Jährigen Dessauer begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, Oberbürgermeister Robert Reck (parteilos) und zwei Bundestagsabgeordnete aus der Region via E-Mail beleidigt zu haben. In erster Instanz wurde der Mann zu einer Geldstrafe von ca. 5.000 Euro verurteilt. In reichsideologischer Manier begründete er vor Gericht seine Berufung damit, dass die Gesetze der Bundesrepublik für ihn nicht gelten würden.
Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
In der Dessauer Innenstadt wird ein Aufkleber mit der Aufschrift „FCK AFA“ (Scheiß Antifaschistische Aktion) entdeckt. In der Logik von Neonazis ist hier nicht davon auszugehen, dass damit nur im engsten Sinne die politische Feindschaft zu vermeintlichen oder tatsächlichen, antifaschistischen Gruppierungen oder Bewegungen zum Ausdruck kommt.
Neonazistische Kleinstpartei wählt Aktivisten aus der Region zum Landesvorsitzenden
Der Landesverband Sachsen-Anhalt der neonazistischen Kleinstpartei „Die Heimat“ (vormals NPD) hat den Wittenberger Neonaziaktivisten Jonas Zarrad zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Zarrad ist seit Jahren in der JN (Junge Nationalisten; Jugendorganisation der NPD) aktiv, hatte zuletzt in der Lutherstadt einen Neonaziaufmarsch gegen den dortigen Christopher Street Day angemeldet oder inszeniert sich als vermeintlicher Kämpfer für Natur- und Umweltschutz.
Neonazistische Aufkleber im öffentlichen Raum
m Bereich der Akener Marienkirche wird zum einen ein Aufkleber mit der rassistischen Botschaft „One Nation. One People. Stop Immigration!“ festgestellt. Hinzu kommt ein Aufklebermotiv mit der rassistischen Parole „Wir müssen draußen bleiben“. Das ursprünglich einmal für Hunde gedachte Begehungsverbot (u. a. in Geschäften) zeigt die ganze Menschenverachtung der extrem rechten Szene. Abgebildet ist eine Frau in einer stilisierten Burka, die in Gestalt einer bewaffneten islamistischen Terroristin daherkommt. Das Motiv ist u. a. auf der neonazistischen Plattform „defend europe“, die der Identitären Bewegung nahesteht, zu beziehen.
Verschwörungsideologische Kundgebung
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.