• Homophobe und NS-verherrlichende Bedrohungen gegen Organisator des Christopher Street Day (CSD)

    Laut der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) hat Julian Miethig Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Demnach wurde der CSD-Organisator aus Köthen in einer Kneipe homophob beleidigt. Miethig berichtet, dass ein Mann ihn in die Toilette drängte und mit Verweis auf seine CSD-Tätigkeit sagte: „Dich sollte man ins KZ stecken.“ Statt diese Drohung für sich zu behalten habe sich Miethig entschlossen, sie bewusst öffentlich zu machen. Ein Polizeisprecher bestätigte gegenüber der Lokalzeitung den Eingang einer Strafanzeige wegen Volksverhetzung.

  • Neonazistischer Körperkult mit Eisbaden

    Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ ein Eisbaden in der Region durch. Auf dem Foto des Social Media Posts sind sechs vermummte Männer mit freiem Oberkörper  zu sehen, die im Wasser eine Fahne des III. Wegs präsentieren. Auch im historischen Nationalsozialismus spielte die Inszenierung des Körpers im Sinne von Härte und soldatischen Tugenden eine ideologisch überformte Rolle.

  • Anzeige wegen Paragraph 130 (Volksverhetzung)

    Aus der Antwort auf eine kleine Anfrage an die Landesregierung Sachsen-Anhalts zu „Politisch motivierte Kriminalität – rechts“ geht hervor, dass eine Anzeige wegen Paragraph 130 (Volksverhetzung) bei der Polizei erstattet worden ist. Die Tat geschah in einer Wohnung.

  • Tagung: Politisch Handeln im autoritären Sog

    Ob Inklusion und Bleiberecht, ob Gleichstellung und queere Orte, ob Umwelt und Kultur: Überall in Sachsen-Anhalt und Sachsen engagieren sich Menschen für ein gutes Leben in einer gerechten und offenen Gesellschaft.

  • Streit um Bildungseinrichtung für lerneingeschränkte Schüler:innen eskaliert weiter

    Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) mehrmals berichtete, ist ein Fall um die Dessauer Pestalozzischule, in der Schüler:innen mit Förderbedarf unterrichtet werden, in den vorangegangenen Monaten immer weiter eskaliert. Zunächst stand der Vorwurf mehrerer Eltern im Raum, dass eine pädagogische Mitarbeiterin seit November 2025 mehrere psychische und physische Übergriffe gegen Kinder verübt habe. Unter anderem wird ihr vorgeworfen, sie habe mit Schlüsseln geworfen, Schulranzen ausgekippt und sich über Schüler:innen lustig gemacht. Laut MZ sehe das Landeschulamt Sachsen-Anhalt für diese Vorwürfe zwar keine Belege, dennoch habe es ein Elterngespräch in der Schule in einer „guten und konstruktiven Atmosphäre“ gegeben. Dies scheint die…

  • Neonazistischer Gemeinschaftsabend mit Kampfsporttraining

    Nach eigenen Angaben führt der „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen sogenannten „Gemeinschaftsabend“ in der Region Anhalt durch. Mit solchen Angeboten versucht die Partei, vor allem junge Menschen an sich zu binden.

  • Rechtsextreme AfD diskreditiert Mitarbeiterin der Partnerschaft für Demokratie persönlich

    In der Kampagne des als völkisch-nationalistisch geltenden AfD-Kreisverbandes Anhalt-Bitterfeldes um dessen Führungspersönlichkeit Daniel Roi gegen die Partnerschaft für Demokratie (PfD) Bitterfeld-Wolfen hat die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei nun weiter eskaliert. In einem Social Media Post wird eine PfD-Mitarbeiterin der Externen Koordinierungs- und Fachstelle (ExKuF) nicht nur namentlich benannt, sondern ihre Beziehung zu einem CDU-Politiker wird online zum Auslöser von Spekulationen, um im Subtext diesem Stadtrat „Filz“ unterstellen zu können.

  • Demonstration aus dem Querdenkerspektrum

    In Wittenberg findet eine verschwörungsideologische Demonstration unter dem Titel „Reformation 2. 0 – Friedensdemo“ statt, an der vor allem Menschen aus dem Reichsbürger- und Verschwörungsmilieu teilnehmen. Bei der Versammlung die auf dem Marktplatz startet sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen. Inhaltlich werden auf der Veranstaltung u. a. die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier auf das Übelste verunglimpft.

  • Demonstration aus dem Querdenkermilieu

    In Zerbst findet eine Demonstration statt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie kritisiert, die Sorgen und Ängste der Menschen um Inflation und Energiekrise verstärkt bzw. instrumentalisiert und Politiker:innen der demokratischen Parteien in verschwörungsideologischer Manier  diskreditiert. Dabei sind prominent Fahnen des Deutschen Reichs und der Russischen Förderration zu sehen.