Rechtsextremer Zahlencode im öffentlichen Raum
An einer Hausfassade in der Augustenstraße wird großflächig ein Graffiti mit dem rechtsextremen Zahlencode „1161“ (Anti-Antifaschistische Aktion) dokumentiert. Ähnlich gelagerte Propagandadelikte, zumeist noch in Verbindung mit strafrechtlich relevanten Inhalten, werden in der Region immer wieder registriert.
Rechtsextreme Aufkleber im öffentlichen
m Umfeld des Akener Nikolaiplatzes wurde auf einem Spielplatz ein ganzes Konvolut von rechtsextremen Aufkleber an zusammen 10 Klebeorten entdeckt. So steht das Motiv „Ku Klux Klan – White Power“ für eine Glorifizierung des rassistischen, antisemitischen und gewalttätigen Geheimbundes aus den USA. Der Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift „White Lives Matter“ ist nicht nur als Diskreditierung und Verballhornung der US-amerikanischen Bewegung „Black Lives Matter“ zu verstehen, sondern erinnert in der verwendeten Bildsprache und Ikonographie an Vorlagen aus dem historischen Nationalsozialismus.
Hakenkreuz und „Sieg Heil“-Parole im öffentlichen Raum
An einem Papierkorb auf dem Akener Nikolaiplatz im Bereich des Spielplatzes wird ein Hakenkreuz nebst der Parole „Sieg Heil“ und der rechtsextreme Zahlencode „88“ festgestellt. Die inkriminierten Symbole wurden dabei offenbar mit einem weißen Permanentmarker aufgetragen. Entsprechende Strafanzeigen wurden erstattet, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Neonazistische Flyeraktion
Nach GegenPart-Informationen hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ in Weißandt-Gölzau Rundflyer mit der Parole „Wir sind die echten Grünen! Umweltschutz ist Heimatschutz“ verteilt. Zum einen stellt diese Propagandaaktion inhaltlich einen positiven Bezug zum historischen Nationalsozialismus her, war doch auch im NS „Naturschutz“ ein wichtiger Baustein, der zudem völkisch und mit einer Blut- und Bodenideologie aufgeladen war. Zum anderen ist dies ein untauglicher Versuch der Neonazipartei, sich als Kämpferin für Umwelt- und Klimaschutz zu inszenieren.
Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
In der Straße des Friedens wird ein Aufkleber mit der Parole „I love NS“ entdeckt, eine unumwundene Glorifizierung des historischen Nationalsozialismus und damit eine Verhöhnung aller NS-Opfer. Zu beziehen ist der Aufkleber ausschließlich über die neonazistische Website „Druck 18“. Quelle: eigener Bericht
Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
In der Dessauer Straße in Aken wird ein neonazistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Make Germany White again“ festgestellt. Die ganz klar rassistisch konnotierte Parole wurde erst vor einigen Tagen in der Kleinstadt an der Elbe an einem Tourismusleitsystem registriert.
Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
In der Dessauer Körnerstraße wird ein geschichtsrevisionistischer Aufkleber mit der Parole „Das ganze Deutschland soll es sein“ festgestellt. Auf dem Aufkleber ist eine stilisierte Karte des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 zu sehen.
Jugendliche wegen Verbrennung des Tagebuchs der Anne Frank verurteilt
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, sind zwei männliche Jugendliche vom Amtsgericht Köthen wegen Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verurteilt worden. Der eine Jugendliche muss demnach 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, der andere eine Geldstrafe von € 500,00 an einen gemeinnützigen Verein zahlen. Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass die Angeklagten am 29. Mai 2024 an einer Akener Bushaltestelle das Tagebuch der Anne Frank verbannt haben.
Rechtsextreme Propagandaserie im öffentlichen Raum
Nach dem Hinweis eines Beratungsnehmenden hat sich das Projekt GegenPart im Rahmen eines Vor-Ort-Monitorings selbst ein Bild gemacht. Das besorgniserregende Ergebnis: Über 50 rechtsextreme Aufkleber, Graffitis und Zahlencodes im Bereich des Roßlauer Bahnhofes, viele davon mit Bezug zur im Ortsteil nachweislich aktiven, neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“.
Verschwörungsideologische Kundgebung
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.