Chronik 2025
Anschlag auf Büro einer demokratischen Partei
24. Oktober 2025Bislang unbekannte Täter haben mit einem Steinwurf das Schaufenster des Regionalbüros von Bündnis 90/Die Grünen in der Dessauer Ferdinand-von-Schill-Straße beschädigt. Es entstand ein erheblicher Sachschaden und eine Strafanzeige wurde gestellt. Weil eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden kann, ermittelt der polizeiliche Staatsschutz.
Reichsbürger vor Gericht
Dessau-Roßlau (Landgericht)23. Oktober 2025
Wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete, hat vor dem Landgericht ein Berufungsverfahren gegen einen 60-Jährigen Dessauer begonnen. Dem Mann wird vorgeworfen, Oberbürgermeister Robert Reck (parteilos) und zwei Bundestagsabgeordnete aus der Region via E-Mail beleidigt zu haben. In erster Instanz wurde der Mann zu einer Geldstrafe von ca. 5.000 Euro verurteilt. In reichsideologischer Manier begründete er vor Gericht seine Berufung damit, dass die Gesetze der Bundesrepublik für ihn nicht gelten würden.
Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
Dessau-Roßlau (OT Dessau; Innenstadt)22. Oktober 2025
In der Dessauer Innenstadt wird ein Aufkleber mit der Aufschrift „FCK AFA“ (Scheiß Antifaschistische Aktion) entdeckt. In der Logik von Neonazis ist hier nicht davon auszugehen, dass damit nur im engsten Sinne die politische Feindschaft zu vermeintlichen oder tatsächlichen, antifaschistischen Gruppierungen oder Bewegungen zum Ausdruck kommt.

Neonazistische Kleinstpartei wählt Aktivisten aus der Region zum Landesvorsitzenden
Magdeburg/Wittenberg20. Oktober 2025
Der Landesverband Sachsen-Anhalt der neonazistischen Kleinstpartei „Die Heimat“ (vormals NPD) hat den Wittenberger Neonaziaktivisten Jonas Zarrad zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Zarrad ist seit Jahren in der JN (Junge Nationalisten; Jugendorganisation der NPD) aktiv, hatte zuletzt in der Lutherstadt einen Neonaziaufmarsch gegen den dortigen Christopher Street Day angemeldet oder inszeniert sich als vermeintlicher Kämpfer für Natur- und Umweltschutz.

Neonazistische Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld20. Oktober 2025
m Bereich der Akener Marienkirche wird zum einen ein Aufkleber mit der rassistischen Botschaft „One Nation. One People. Stop Immigration!“ festgestellt. Hinzu kommt ein Aufklebermotiv mit der rassistischen Parole „Wir müssen draußen bleiben“. Das ursprünglich einmal für Hunde gedachte Begehungsverbot (u. a. in Geschäften) zeigt die ganze Menschenverachtung der extrem rechten Szene. Abgebildet ist eine Frau in einer stilisierten Burka, die in Gestalt einer bewaffneten islamistischen Terroristin daherkommt. Das Motiv ist u. a. auf der neonazistischen Plattform „defend europe“, die der Identitären Bewegung nahesteht, zu beziehen.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)20. Oktober 2025
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.

Neonazistischer Jugendabend
Region Anhalt19. Oktober 2025
Laut Selbstbezichtigung auf Social Media hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ und deren Jugendorganisation NRJ (Nationalrevolutionäre Jugend) einen so genannten „Jugendabend“ durchgeführt. Was zunächst harmlos klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein Kampfsporttraining im Sinne einer neonazistischen Selbstoptimierung. Auf einem Foto zum Post sind dann auch ca. 25 junge Männer zu sehen, deren Gesichter verpixelt sind und die martialisch vor der Kamera posieren. Besonders brisant, an der Aktion sollen demnach auch Mitglieder der neonazistischen Bürgerwehr „Centuria“ aus der Ukraine teilgenommen haben.

Hakenkreuze im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld19. Oktober 2025
In Aken (Elbe) wurden an einem Spielgerät auf dem Nikolaiplatz (Spielplatz) zwei stilisierte Hakenkreuze, offenbar mit blauer Malkreide aufgetragen, festgestellt. Eine Strafanzeige wurde erstattet, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Neonazistischer „Streifgang“ & Flyerverteilung
Dessau-Roßlau (OT Roßlau)14. Oktober 2025
Laut Selbstbezichtigung führt der Stützpunkt „Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen sogenannten „Streifgang“ in Roßlau durch und will dabei auch Flyer verteilt haben. Auf dem entsprechenden Social Media-Post sind auf einem Foto sieben Neonazis in der Rückansicht zu sehen, wie sie gerade die Unterführung am Roßlauer Bahnhof durchschreiten. Dort wurden erst kürzlich Dutzende Aufkleber und Graffitis, viele davon mit Bezug zum „III. Weg“, dokumentiert.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)13. Oktober 2025
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.

Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld13. Oktober 2025
In der Akener Töpferbergstraße wird an einem Stromkasten ein Aufkleber mit der Parole „White Lives Matter!“ dokumentiert. Dieser Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift ist nicht nur als Diskreditierung und Verballhornung der US-amerikanischen Bewegung „Black Lives Matter“ zu verstehen, sondern erinnert in der verwendeten Bildsprache und Ikonographie an Vorbilder aus dem historischen Nationalsozialismus.

Positives Bekenntnis zum NS im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld12. Oktober 2025
Auf einer Bank an der Elbe wird der Schriftzug „Love NZS“ festgestellt. Dies kann entweder als positiven Bezug zum historischen Nationalsozialismus gelesen werden oder als Unterstützung des aktuellen Rechtsextremismus.

Neonazistischer „Jugendabend“
10. Oktober 2025Nach GegenPart-Informationen hat die neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ einen so genannten „Jugendabend“ mit sportlichen Betätigungen und einen Grillstand durchgeführt. Solche Aktivitäten sollen im Sinne einer rechtsextremen Selbstoptimierung die Binnenidentität stärken und zugleich Werbung für die „Nationalrevolutionäre Jugend“ (NRJ), die Jugendorganisation der Kleinstpartei, machen.

Neonazistische Flyeraktion
Osternienburger Land (OT Großpaschleben), Landkreis Anhalt-Bitterfeld09. Oktober 2025
Laut Selbstbezichtigung hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ in Großpaschleben Flyer mit der Parole „Der III. Weg – Aktiv auch in Deiner Region“ verteilt. Dies reiht sich in die Raumergreifungsstrategie der Partei ein und soll eine politische Relevanz simulieren, die „Der III. Weg“ in der Region überhaupt nicht hat.

Neonazistische Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld08. Oktober 2025
An der Bushaltestelle „Grundschule“ in der Burgstraße wird ein ganzes Konvolut von neonazistischen Aufklebern dokumentiert. Die Motive „Ku Klux Klan – Weiße Macht – Tradition seit 1925“ und „Ku Klux Klan – White Power – Section Germany“ beziehen sich unverhohlen positiv auf den rassistischen, antisemitischen und gewalttätigen Geheimbund aus den USA. Bei dem Aufkleber „I Love NS“ ist der positive Bezug zum historischen Nationalsozialismus offensichtlich. Und dem Motiv „Talahons abschieben“ ist in Sprache und Ikonographie der rassistische Gehalt schon anzusehen.

Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld08. Oktober 2025
An der Bushaltestelle „Grundschule“ in der Akener Burgstraße wird ein Aufkleber mit der Aufschrift „AfD – Die Realisten“ dokumentiert. Positive Bekenntnisse zur in Sachsen-Anhalt vom hiesigen Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestuften Partei werden in der Kleinstadt an der Elbe immer wieder festgestellt.

Neonazistische Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld08. Oktober 2025
In der Gartenstraße werden mehrere rechtsextreme Aufkleber festgestellt. Das eine Motiv macht dafür im Sinne einer rechtsextremen Raumnahme Werbung für den im Juli 2025 gegründeten „Stützpunkt Anhalt“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“. Das andere mit der Aufschrift „Ku Klux Klan – Weiße Macht – Tradition seit 1925“ bezieht sich unverhohlen und positiv auf den rassistischen, antisemitischen und gewalttätigen Geheimbund aus den USA.

Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld08. Oktober 2025
In der Akener Töpferbergstraße wird ein Aufkleber mit der Aufschrift „National Stolz!“ dokumentiert. Das Gesamtarrangement zeigt eine militant wirkende männliche Person im Vordergrund, die sich einer anonymisierten Masse mit Regenbogenfahnen in den Weg stellt. Bei dieser rechtsextremen Bildsprache verwundert es nicht, dass dieses Motiv beim rechtsextremen Internetversand „Stickertikker“ erhältlich ist.

Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld08. Oktober 2025
An einem Bushalteschild an der Susigker Straße in Aken wird ein Aufkleber mit der Aufschrift „Deutsch bleiben statt Mainstream“ der neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“ dokumentiert. Dieses Aufklebermotiv versucht einerseits, alle gesellschaftspolitischen Diskurse aus dem demokratischen Spektrum, ganz gleich ob Debatten um Migration, Klimaschutz, Bildungspolitik oder Erinnerungskultur, zu diskreditieren. Zum anderen deuten die verwendeten Regenbogenfarben im Arrangement auf eine homophobe Motivation hin.

Verschwörungsideologische Kundgebung
Dessau-Roßlau (OT Dessau)06. Oktober 2025
Die hiesige Querdenken-Szene führt eine Montagsmahnwache in der Dessauer Innenstadt durch. Dabei sind prominent Fahnen des rechtsextremen „Compact“-Magazins um dessen Herausgeber Jürgen Elsässer zu sehen.

Demonstration der rechtsextremen AfD, Gegenprotest & Diskreditierung
Bitterfeld-Wolfen (OT Bitterfeld)06. Oktober 2025
Laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) nahmen an einer Kundgebung mit anschließender Demonstration der AfD in Bitterfeld-Wolfen ca. 800 Menschen teil. Der als völkisch-nationalistische geltende AfD-Kreisverband Anhalt-Bitterfeld um dessen Führungspersönlichkeit Daniel Roi hatte sich als Hauptredner Ulrich Siegmund eingeladen. Dieser ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Magdeburger Landtag und AfD-Spitzenkandidat zur bevorstehenden Landtagswahlen am 06. September 2026.

Rechtsextremer Zahlencode im öffentlichen Raum
Köthen (Anhalt), Landkreis Anhalt-Bitterfeld04. Oktober 2025
An einer Hausfassade in der Augustenstraße wird großflächig ein Graffiti mit dem rechtsextremen Zahlencode „1161“ (Anti-Antifaschistische Aktion) dokumentiert. Ähnlich gelagerte Propagandadelikte, zumeist noch in Verbindung mit strafrechtlich relevanten Inhalten, werden in der Region immer wieder registriert.

Rechtsextreme Aufkleber im öffentlichen
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld03. Oktober 2025
m Umfeld des Akener Nikolaiplatzes wurde auf einem Spielplatz ein ganzes Konvolut von rechtsextremen Aufkleber an zusammen 10 Klebeorten entdeckt. So steht das Motiv „Ku Klux Klan – White Power“ für eine Glorifizierung des rassistischen, antisemitischen und gewalttätigen Geheimbundes aus den USA. Der Aufkleber mit der rassistischen Aufschrift „White Lives Matter“ ist nicht nur als Diskreditierung und Verballhornung der US-amerikanischen Bewegung „Black Lives Matter“ zu verstehen, sondern erinnert in der verwendeten Bildsprache und Ikonographie an Vorlagen aus dem historischen Nationalsozialismus.

Hakenkreuz und „Sieg Heil“-Parole im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld03. Oktober 2025
An einem Papierkorb auf dem Akener Nikolaiplatz im Bereich des Spielplatzes wird ein Hakenkreuz nebst der Parole „Sieg Heil“ und der rechtsextreme Zahlencode „88“ festgestellt. Die inkriminierten Symbole wurden dabei offenbar mit einem weißen Permanentmarker aufgetragen. Entsprechende Strafanzeigen wurden erstattet, der polizeiliche Staatsschutz ermittelt.

Neonazistische Flyeraktion
Südliches Anhalt (OT Weißandt-Gölzau), Landkreis Anhalt-Bitterfeld02. Oktober 2025
Nach GegenPart-Informationen hat die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ in Weißandt-Gölzau Rundflyer mit der Parole „Wir sind die echten Grünen! Umweltschutz ist Heimatschutz“ verteilt. Zum einen stellt diese Propagandaaktion inhaltlich einen positiven Bezug zum historischen Nationalsozialismus her, war doch auch im NS „Naturschutz“ ein wichtiger Baustein, der zudem völkisch und mit einer Blut- und Bodenideologie aufgeladen war. Zum anderen ist dies ein untauglicher Versuch der Neonazipartei, sich als Kämpferin für Umwelt- und Klimaschutz zu inszenieren.

Neonazistischer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld30. September 2025
In der Straße des Friedens wird ein Aufkleber mit der Parole „I love NS“ entdeckt, eine unumwundene Glorifizierung des historischen Nationalsozialismus und damit eine Verhöhnung aller NS-Opfer. Zu beziehen ist der Aufkleber ausschließlich über die neonazistische Website „Druck 18“. Quelle: eigener Bericht
Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
Aken (Elbe), Landkreis Anhalt-Bitterfeld28. September 2025
In der Dessauer Straße in Aken wird ein neonazistischer Aufkleber mit der Aufschrift „Make Germany White again“ festgestellt. Die ganz klar rassistisch konnotierte Parole wurde erst vor einigen Tagen in der Kleinstadt an der Elbe an einem Tourismusleitsystem registriert.

Rechtsextremer Aufkleber im öffentlichen Raum
Dessau-Roßlau (OT Dessau-Nord)28. September 2025
In der Dessauer Körnerstraße wird ein geschichtsrevisionistischer Aufkleber mit der Parole „Das ganze Deutschland soll es sein“ festgestellt. Auf dem Aufkleber ist eine stilisierte Karte des Deutschen Reiches in den Grenzen von 1937 zu sehen.

Jugendliche wegen Verbrennung des Tagebuchs der Anne Frank verurteilt
Aken (Elbe) / Köthen (Anhalt) / Amtsgericht24. September 2025
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, sind zwei männliche Jugendliche vom Amtsgericht Köthen wegen Volksverhetzung und der Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener verurteilt worden. Der eine Jugendliche muss demnach 60 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten, der andere eine Geldstrafe von € 500,00 an einen gemeinnützigen Verein zahlen. Das Gericht sah es demnach als erwiesen an, dass die Angeklagten am 29. Mai 2024 an einer Akener Bushaltestelle das Tagebuch der Anne Frank verbannt haben.
Rechtsextreme Propagandaserie im öffentlichen Raum
Dessau-Roßlau (OT Roßlau)24. September 2025
Nach dem Hinweis eines Beratungsnehmenden hat sich das Projekt GegenPart im Rahmen eines Vor-Ort-Monitorings selbst ein Bild gemacht. Das besorgniserregende Ergebnis: Über 50 rechtsextreme Aufkleber, Graffitis und Zahlencodes im Bereich des Roßlauer Bahnhofes, viele davon mit Bezug zur im Ortsteil nachweislich aktiven, neonazistischen Kleinstpartei „Der III. Weg“.

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