Mobiles Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Anhalt bilanziert Gesamtjahr 2025
Die vom Mobilen Beratungsteam (Projekt GegenPart) in einer Chronik festgehaltenen rechtsextremen Vorfälle im Jahr 2025 sind erneut gestiegen. Hierbei handelt es sich ein weiteres Mal um ein absolutes Allzeithoch seit Bestehen der Chronik. Für 2025 wurden 1091 rechte Ereignisse dokumentiert. Die 85 Beratungsfälle im Jahr 2025 zeigen einen leichten Rückgang von 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr, befinden sich aber wie in den vorherigen Jahren weiter auf einem hohen Niveau..
Vizefraktionsvorsitzender der rechtsextremen AfD betreibt Podcast und Versand für revanchistischer Literatur
Wie dem Projekt GegenPart erst jetzt bekannt wurde, betreibt Rene Diedering, seines Zeichens stellvertretender Vorsitzender der AfD-Stadtratsfraktion in Dessau-Roßlau mit Neonazivergangenheit seit einiger Zeit unter dem Label „Grauer Landsmann“ einen Podcast mit angeschlossenem Literaturvertrieb im Internet. Dort sind als Downloads revanchistische Titel wie „Angriff auf Polen 1939 – Staub der Weichsel“, „Fernziel Schwarzes Meer“ oder „Stalingrad Massengrab“ zu beziehen. Die belletristischen Bücher glorifizieren dabei unreflektiert die verbrecherische, deutsche Wehrmacht im 2. Weltkrieg und sind im Stile der mittlerweile eingestellten „Landser-Hefte“ verfasst.
Neonazis aus der Region bei rechtsextremem Trauermarsch in Dresden
Nach GegenPart-Informationen haben an dem jährlich stattfindenden sogenannten „Trauermarsch“ in Dresden, anlässlich der Bombardierung der Stadt im 2. Weltkrieg, mehrere Neonazis aus der Region Anhalt teilgenommen.
Kandidaten der rechtsextremen AfD fallen im Jugendhilfeausschuss erneut durch
Laut Mitteldeutscher Zeitung (MZ) sind die von der AfD nominierten Kandidaten Nancy Mergenthaler und Joachim Nothdurft für den Jugendhilfeausschuss (JHA) der Doppelstadt erneut durchgefallen. Und dies, obwohl die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte Partei vorher die umstrittene JHA-Personalie Rene Diedering zurückgezogen hatte.
Antwort der Landesregierung auf kleine Anfrage zur extrem rechten Szene in Dessau-Roßlau
In einer Antwort auf eine „Kleine Anfrage“ der fraktionslosen Abgeordneten Henriette Quade weist die Landesregierung insgesamt 70 Personen aus, die in der extrem rechten Szene der Doppelstadt aktiv sind . Diese seien vor allem in den neonazistischen Kleinstparteien „Der III. Weg“ und deren Jugendorganisation „Nationalrevolutionäre Jugend“ organisiert. Hinzu kommen Parteimitglieder der in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD, die vorwiegend im AfD-Kreisverband Dessau-Roßlau assoziiert sind. Explizit stellt die Antwort der Landesregierung dabei auf die Dessauer AfD-Landtagsabgeordnete Nadine Koppehel und deren Mutter Magrit Wendt ab. Explizit erwähnt wird auch Rene Diedering, seines Zeichens stellvertretender AfD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat von Dessau-Roßlau, und…
Rechtsextremes und neonazistisches Gedenken zum Volkstrauertag
Die in Sachsen-Anhalt als „gesichert rechtsextreme Bestrebung“ eingestufte AfD hat sich am Gedenken zum Volkstrauertag beteiligt. In den sozialen Medien veröffentlichte die Partei ein Foto der Gedenkveranstaltung auf dem Ehrenfriedhof in Roßlau. Zu sehen ist der dortige AfD-Ortsbürgermeister Laurens Nothdurft, der in der Vergangenheit in der 2009 aufgrund ihrer Wesensverwandtschaft mit der Hitlerjugend verbotenen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ zeitweise in leitender Position aktiv war, wie er einen Kranz ablegt. Auf demselben Foto ist zudem auch ein Kranz der neonazistischen Kameradschaft „Freie Kräfte Dessau/Roßlau Elbe“ zu sehen. Das zeigt einmal mehr, wie eng die verschiedenen Spektren der extrem Rechten in diesem Ortsteil…
Kreisverband der rechtsextremen AfD teilt diskreditierenden und antisemitischen Post gegen Bodo Ramelow
Der Kreisverband Dessau-Roßlau der in Sachsen-Anhalt „als gesichert rechtsextremen Bestrebung“ eingestufte AfD hat in den sozialen Medien einen Post geteilt, der ursprünglich von der Linksjugend „Solid“ aus Magdeburg veröffentlich wurde. Darin bezeichnet die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE aus der Landeshautstadt den ehemaligen Ministerpräsidenten Thüringens und jetzigen Bundestagsvizepräsidenten Bodo Ramelow (DIE LINKE) als „Imperialisten“ der sich wiederholt sexistisch verhalten habe. Außerdem unterstellt Solid Ramelow „einen Genozid geleugnet“ zu haben. Dabei ist offenbar seine differenzierte Haltung zum so genannten Nahostkonflikt im Allgemeinen und dem Massaker der islamistischen Terrorgruppe Hamas am 07. Oktober 2023 im Speziellen gemeint. In diesem Posting wird erneut…
Rechtsextreme AfD fordert Arbeitspflicht für Bürgergeldempfänger:innen und Asylbewerber:innen
Wie die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) berichtete, hat die durch ehemalige Neonazis geprägten AfD-Stadtratsfraktion Dessau-Roßlau, die Verwaltung aufgefordert, ein Konzept zur Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für arbeitsfähige Bürgergeldempfänger:innen und Asylbewerber:innen unter Einbindung vom Jobcenter und sozialen Trägern zu erarbeiten. Die Lokalzeitung befragt zu diesem Vorstoß u. a. Bernward Küper (CDU), dem Landesgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, der dazu sagt: „Für alle die längere Zeit Leistungen empfangen, halten wir den Gedanken nicht für falsch zu schauen, ob es Arbeitsmöglichkeiten gibt.“ Das ebenfalls dazu befragte Jobcenter weist auf Fallstricke in der möglichen Umsetzung hin, sagt aber grundsätzlich dass es schon jetzt möglich sei, Leistungsempfänger:innen…
AfD-Politiker mit Neonazivergangenheit nicht in Jugendhilfeausschuss gewählt
Rene Diedering, stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Stadtrat Dessau-Roßlau, wird nicht ordentliches Mitglied des Jugendhilfeausschusses (JHA). Seine Wahl im Stadtrat scheiterte mit insgesamt 22 Nein-Stimmen. Diedering nahm zuletzt im Februar 2025 nachweislich an einer Neonazidemonstration in Dresden teil und war in den vergangenen Jahren Aktivist in der militanten Kameradschaftsszene. Zudem trat er im Juli 2024 wegen des Vorwurfes einer Doppelmitgliedschaft bei der NPD aus der AfD aus um einem Parteiausschluss zuvorzukommen, ist aber nach wie vor stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion.
Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2024 vorgestellt
Der Verfassungsschutzbericht Sachsen-Anhalt für das Jahr 2024 wird vorgestellt. Für die Region Anhalt wird bezüglich der AfD bei Rene Diedering (AfD Stadtrat in Dessau-Roßlau) auf dessen NPD-Mitgliedschaft und seine Aktivitäten in der extrem rechten Szene angestellt und beim AfD-Stadtrat Laurens Nothdurft, der zugleich Ortsbürgermeister in Roßlau ist und das rechtsextreme Compact-Magazin anwaltlich vertritt, seine einschlägige Neonazivergangenheit bei der „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ) thematisiert. Im Rechtsrockbereich wird auf die Band „Eisernes Gebet“ um den Dessauer Neonaziaktivisten Robert Z. und das entsprechende Debütalbum „Für die Freiheit“ mit insgesamt zehn Liedern verwiesen und die Beerdigung des Rechtsrockunternehmers Henry Behr in Gräfenhainichen angesprochen.